Die Ausgangslage
Das Artrium ist eine Berufsfachschule für darstellende Kunst in Hamburg-Altona, staatlich BAföG-förderfähig, untergebracht in einem Kulturdenkmal von 1891. Wer die Ausbildung abschließt, geht mit bis zu zwei Berufsabschlüssen raus, der Bühnenreife und der Filmreife. Dazu kommen Workshops, Abendkurse, Gasttage und Probewochen für alle, die erst einmal hineinschnuppern wollen.
Die Website dazu war als künstlerische Visitenkarte gedacht und aus dieser Perspektive gebaut, technisch auf dem CMS October. Sie zeigte in Bildern und eigener Handschrift, wie in dieser Schule gearbeitet wird. Suchmaschinen gehörten zu diesem Zeitpunkt strategisch nicht in den Fokus.
Getragen von der Bekanntheit des Namens kam die Seite im Sommer 2025 trotzdem auf rund 18.000 Einblendungen im Monat und 466 Besucher aus der Suche. Ein großer Teil davon entfiel auf Menschen, die bereits nach dem Artrium suchten. Die durchschnittliche Position lag bei 12,9, also auf Seite zwei.
Derselben Logik folgte der Verkauf. Buchen konnte man schon vorher, dafür war ein Shopify-Shop in die bestehende October-Installation eingebunden. Für den Alltag der Schule hat das funktioniert. Jede Anfrage lief dabei über zwei ineinander verschachtelte Systeme, was sich in den Antwortzeiten des Servers und in der Ladezeit der Seiten niederschlug.
Unsere Strategie
Wir haben in drei Schritten gearbeitet: eine neue Website auf einem sauberen technischen Unterbau, ein Fundament, das Google und die KI-Systeme die Schule verstehen lässt, und eine Buchungsstrecke, die den Besucher bis zum Abschluss trägt.
1. Neue Website mit WooCommerce
Die Startseite hat eine Designagentur entworfen. Auf dieser Grundlage haben wir das komplette Haus gebaut: jede Unterseite gestaltet, angelegt und mit Inhalt gefüllt, in der Bildsprache und im Raster der Startseite.
Technisch läuft alles auf WordPress mit WooCommerce, in einem eigens gebauten Theme. Die Umstellung allein hat die Ladezeiten und die Antwortzeiten des Servers deutlich verbessert, weil der Umweg über zwei verzahnte Systeme entfällt. Besonderes Gewicht lag auf der mobilen Darstellung und auf den Ladezeiten: Die Seite erreicht ihre Werte weitgehend aus eigener Kraft, ohne einen Stapel von Caching-Plugins. Googles Messwerte für die Ladeerfahrung echter Besucher sind bei allen drei Werten im grünen Bereich.
Inhaltlich sind daraus drei Dinge entstanden, die es vorher so nicht gab. Die Kurse und Workshops haben eine neue Übersicht bekommen, die den Besucher zum Buchen führt. Dozentinnen, Dozenten, Studierende und Absolventen sind mit Foto und eigener Seite vertreten, 22 Profile aus dem Lehrkörper und 13 Absolventenseiten. Und es gibt eine eigene Veranstaltungsseite, auf der alle Termine zusammenlaufen, jeder davon maschinenlesbar ausgezeichnet mit Datum, Ort und Preis.
2. Ein Fundament, das Google versteht
Google und die Systeme hinter den KI-Antworten brauchen maschinenlesbare Angaben darüber, worum es auf einer Seite geht und wer dahintersteht. Diese Angaben bringt die neue Seite von Anfang an mit.
Heute tragen alle 35 Personenseiten eine Person-Auszeichnung mit Rolle, Zugehörigkeit und Porträt: Simon Back steht dort als Dozent, Andrea Gerhard als Absolventin der Schule. Die Kursseiten tragen eine Course-Auszeichnung, jeder Workshoptermin eine Event-Auszeichnung, die Beratungsseiten ihre Frage-Antwort-Blöcke.
Der wichtigste Schritt für die Autorität ist die Verknüpfung mit dem Wissensgraphen. Die Schule und ihr Leiter Lukas Scheja sind beide als eigene Einheit bei Wikidata hinterlegt und dort mit ihrem Wikipedia-Artikel verbunden. Diese Verweise liefert jede relevante Seite der Website an Google mit aus. Damit ist für die Suchmaschine belegt, dass hinter den Inhalten eine reale Institution und eine reale Person mit nachprüfbarer Biografie stehen. Genau solche Verknüpfungen entscheiden mit darüber, wen ein KI-System als Quelle zitiert.
Parallel haben wir die Hausaufgaben gemacht, die selten jemand sieht: Seitentitel gekürzt, doppelte Meta-Angaben bereinigt, leere Kategorie-Archive aus dem Index genommen, die Weiterleitungsketten aus dem Umzug auf einen einzigen Sprung verkürzt. Die Sitemap enthält heute nur noch Adressen, die auch existieren.
3. Die Buchungsstrecke überarbeitet
Gasttag und Workshops waren schon vorher buchbar. Neu hinzugekommen ist die Probewoche, fünf Tage mitten in der laufenden Ausbildung.
Wichtiger als die reine Technik war der Weg dorthin. Jede Workshop-Seite, die Gasttag-Seite und die Seite zur Probewoche haben wir neu geschrieben, mit Texten, die den Besucher zur Entscheidung führen. Dazu kamen das neue Design und eine deutlich bessere Bildauswahl, entstanden in enger Abstimmung mit der Schulleitung. Wer heute auf einer dieser Seiten landet, sieht, was ihn an diesem Tag erwartet.
Einen klassischen Verkaufstrichter haben wir bewusst weggelassen. Die Kaufknöpfe sitzen dort, wo die Kurse beschrieben werden, die reinen Shop-Seiten bleiben für Besucher geschlossen. Die Seite fühlt sich weiter wie die Website einer Schule an und trägt einen Shop im Rücken.
Wer einen Termin wählt, sieht dabei nur Tage, an denen die Schule tatsächlich unterrichtet: Ferien, Feiertage und Schließzeiten pflegt das Sekretariat an einer zentralen Stelle, alle Kalender richten sich danach. Bezahlt wird an einer eigens gestalteten Kasse, mit Apple Pay, Google Pay oder PayPal. Wer den Kauf nicht sofort abschließt, bekommt automatisch eine Erinnerung per E-Mail. Beide Anmeldeformulare sind gegen Bot-Einträge geschützt.
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Ob Website, SEO oder GEO. Wir begleiten Sie von der Analyse bis zur laufenden Betreuung.
- 17 Jahre Erfahrung mit Sichtbarkeit im Netz
- Wir sagen vorher, was geht, und zeigen hinterher die Zahlen
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Die Wirkung in Zahlen
Die Zahlen stammen aus der Google Search Console, also von Google selbst, und beziehen sich auf die gesamte Domain. Verglichen wird derselbe Monat im Abstand eines Jahres, damit Ferienzeiten und Bewerbungsfristen das Bild nicht verzerren. Der Stand von vor einem Jahr kommt aus demselben Bericht, Google hält die Daten 16 Monate vor.
Im August 2025 brachte die Suche 466 Besucher auf die Seite, bei 17.993 Einblendungen und einer durchschnittlichen Position von 12,9. Im August 2026 waren es 851 Besucher bei 33.382 Einblendungen und einer Position von 7,4. Das sind 83 Prozent mehr Klicks und 86 Prozent mehr Einblendungen als im selben Monat des Vorjahres.
Der September setzt das fort. In den ersten neun Tagen kamen 285 Besucher über die Suche, im Vorjahresmonat waren es 18 pro Tag, jetzt sind es 32.
Warum die Kurve im Frühjahr erst einmal fällt
Ende März 2026 ging der erste SEO-Umbau live, im Juli folgte die neue Website. Im April und Mai zeigt die Kurve deshalb erst einmal nach unten, mit 317 Klicks im April als schwächstem Monat des ganzen Zeitraums. Das gehört zu einem Umbau dieser Größe dazu, und es ist der ehrlichste Teil dieser Case Study.
Wer eine über Jahre gewachsene Seite umstellt und dabei alte SEO-Fehler bereinigt, zwingt Google zu einer Neubewertung. Adressen ändern sich, Inhalte werden zusammengelegt, Auszeichnungen kommen hinzu. Für einige Wochen weiß die Suchmaschine dann weniger sicher, wofür diese Seite steht, und sortiert sie vorsichtiger ein. Diese Delle war der Preis dafür, die Fehler der Vergangenheit wirklich zu beheben.
Ab Juni fällt die Neubewertung zugunsten der Schule aus, und der Relaunch im Juli legt darauf noch einmal nach. Vom Tiefpunkt im April bis zum August haben sich die Klicks aus der Suche mehr als verdoppelt.
Gefunden von Menschen, die den Namen nicht kennen
Bei einer Schule mit Ruf ist die naheliegende Erklärung immer, dass ohnehin nach dem Namen gesucht wird. Deshalb haben wir die Suchanfragen der letzten drei Monate getrennt ausgewertet.
Anfragen mit dem Namen Artrium brachten 5.504 Einblendungen. Alle übrigen Anfragen brachten 28.945. Fünf von sechs Einblendungen entstehen also bei Menschen, die die Schule vorher nicht kannten. Dahinter stehen Suchen wie „schauspielschule hamburg“, „staatliche schauspielschulen deutschland“, „method acting“ oder „schauspielausbildung hamburg“.
Bei „schauspielschule hamburg“, dem wichtigsten Suchbegriff der Stadt mit rund 600 Suchen im Monat, steht die Schule heute auf Platz 2. Davor steht nur die staatliche Hochschule. Insgesamt rankt die Domain für 218 Suchbegriffe in den Top 10, davon 17 auf Platz 1.
Auch in den KI-Antworten sichtbar
Ein wachsender Teil der Suche endet in einer KI-Antwort, ohne dass jemand auf ein Ergebnis klickt. Google weist diese Einblendungen seit Mai 2026 gesondert aus.
Für das Artrium sind seitdem 11.504 Einblendungen in KI-Funktionen zusammengekommen. Im Mai waren es 44 am Tag, im September sind es 183. Das ist gut das Vierfache in vier Monaten.
Die meistgenannte Seite ist dabei der Ratgeber zum Unterschied zwischen staatlichen und privaten Schauspielschulen, eine reine Erklärseite ohne Verkaufsabsicht. Sie allein steht hinter 2.981 dieser Einblendungen. Solche Fragen stellen Menschen lange vor einer Bewerbung.
Dass daraus Anmeldungen werden, lässt sich inzwischen einzeln nachweisen. Drei Gasttage wurden aus ChatGPT heraus gebucht, der jüngste am 4. September 2026. Jemand hat dort nach einer Schauspielschule gefragt, ChatGPT hat das Artrium als Quelle genannt, der Interessent ist dem Verweis gefolgt, hat sich auf der Seite umgesehen und einen Platz gebucht. Dieser Weg steht in der Bestellung.
Was das für das Werbebudget bedeutet
Neben der Website betreuen wir für das Artrium auch die Anzeigen bei Google und bei Meta. Beide Kanäle zahlen auf dasselbe Ziel ein, und damit lassen sie sich gegeneinander rechnen.
Im August 2026 kamen 385 Besucher mehr über die organische Suche als im gleichen Monat des Vorjahres. Diese Besucher hätte man auch einkaufen können, jeden einzelnen zu einem Klickpreis. Über die Suche kommen sie ohne laufendes Klickbudget, und sie kommen im nächsten Monat wieder.
Für die Planung heißt das: Der Teil des Budgets, der bisher Reichweite kaufen musste, lässt sich Schritt für Schritt woanders einsetzen. Anzeigen bleiben das schnelle Werkzeug, wenn ein einzelner Termin kurzfristig voll werden soll. Das Grundrauschen trägt die organische Sichtbarkeit. Genau deshalb rechnet sich diese Arbeit über die Jahre.
Wie sichtbar ist Ihre Website?
Wir schauen uns im Erstgespräch an, wo Ihr Betrieb bei Google und in der KI-Suche steht und was sich davon lohnt. Am Ende wissen Sie, woran Sie sind.