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Findet die KI Ihren Betrieb? Was die GEO-Studie 2026 über den Mittelstand zeigt

Immer mehr Menschen beginnen ihre Suche heute bei ChatGPT, Perplexity, Claude oder Copilot statt bei Google. Eine aktuelle Studie aus dem April 2026 hat gemessen, wie sichtbar mittelständische Betriebe in genau diesen KI-Systemen sind. Das Ergebnis fällt deutlich aus. Bei 93 Prozent aller Anfragen taucht kein einziger der untersuchten Betriebe in der Antwort der KI auf.

Wenn ein Einkäufer heute einen Lieferanten sucht, fragt er zunehmend zuerst eine KI. Steht Ihr Betrieb dort nicht in der Antwort, existieren Sie für diesen Einkäufer in diesem Moment schlicht nicht. Genau hier setzt GEO an, die Generative Engine Optimization, also die Optimierung für die Antwortmaschinen.

Was die Studie gemessen hat

Die Untersuchung von kmugeo.de nahm 24 mittelständische B2B-Betriebe aus dem deutschsprachigen Raum unter die Lupe, von 12 bis über 500 Mitarbeitenden. Für jeden Betrieb stellten die Tester zehn praxisnahe Einkäufer-Fragen, branchen- und anforderungsspezifisch formuliert. Insgesamt kamen so 960 Abfragen zusammen, verteilt auf vier Systeme:

Der durchschnittliche GEO-Score über alle Betriebe lag bei 7 von 100 Punkten. Anders gesagt nutzen die meisten Mittelständler den Kanal KI-Suche heute kaum.

42 Prozent der untersuchten Betriebe erzielten über alle vier KI-Systeme hinweg glatte null Prozent. Für diese Unternehmen existiert der Kanal KI-Suche faktisch nicht.

Warum sogar etablierte Betriebe unsichtbar bleiben

Die wohl unbequemste Erkenntnis der Studie lautet, dass Größe nicht schützt. Ein A-Lieferant mit über 300 Mitarbeitern, IATF-Zertifizierung und 90 Jahren am Markt erreichte denselben Wert wie ein kleiner Handwerksbetrieb, nämlich null Prozent.

Sichtbarkeit in der KI entscheidet sich also an einer anderen Stelle als beim guten Ruf. Sie hängt davon ab, ob die KI die Inhalte einer Website überhaupt lesen und einer konkreten Frage zuordnen kann. Die Studie macht vier Gründe aus, warum das so oft misslingt.

Inhalte ohne eigene, auffindbare Seite

Mehrere Betriebe mit einem Score von null hatten sauberes Schema.org-Markup im Quelltext, also die technische Auszeichnung, an der eine Suchmaschine Inhalte erkennt. Das allein genügt nicht. Wenn eine Leistung keine eigene, dauerhaft erreichbare Unterseite mit klarer Adresse hat, kann die KI sie nicht zitieren, egal wie korrekt der Code ist. Jede Kernleistung braucht ihre eigene, technisch stabile Seite. Wie Sie Inhalte gezielt für die KI aufbereiten, zeigen wir in unserem Beitrag ChatGPT als Suchmaschine.

Fachbegriffe statt Kundensprache

Ein Betrieb für Rohrsanierung baute seine gesamte Website um einen eigenen Markenbegriff für sein Verfahren herum. Seine Kunden suchen aber nach „grabungsfreie Rohrsanierung“ oder „Rohrsanierung ohne Aufstemmen“. Weil sich diese Worte auf der Seite kaum fanden, blieb der Betrieb über alle Systeme bei null. Die KI zitiert Inhalte, die als Antwort auf die echte Frage des Kunden formuliert sind.

Deutsche Inhalte als möglicher Nachteil

Der sichtbarste Betrieb der Studie erreichte 48 Prozent, fast das Siebenfache des Durchschnitts. Ein Grund dafür war seine vollständig englische Website. Viele KI-Modelle stützen sich stark auf englischsprachige Quellen. Für die meisten regionalen Betriebe ist eine englische Seite keine sinnvolle Lösung. Der Befund zeigt aber, wie sehr klare Struktur und präzise Sprache den Ausschlag geben.

Ein einziger KI-Test sagt wenig

Derselbe Betrieb erzielte je nach System völlig unterschiedliche Werte, von 80 Prozent bei Gemini bis null bei Copilot. Wer seine Sichtbarkeit nur in einem einzigen Tool prüft, bekommt also ein schiefes Bild. Eine belastbare Messung braucht mehrere Systeme.

Was Sie für Ihren Betrieb tun können

Aus den Befunden lassen sich drei Hebel ableiten, an denen sich für fast jeden Betrieb arbeiten lässt.

GEO bleibt eine laufende Aufgabe, eng verzahnt mit klassischem SEO. Wer seine Seite einmal einrichtet und dann liegen lässt, verliert die Sichtbarkeit wieder.

Die gute Nachricht: Wenn fast der gesamte Mittelstand in der KI noch unsichtbar ist, kann ein gut aufgestellter Betrieb sich genau jetzt den Platz sichern, den die Konkurrenz noch frei lässt.

Wo steht Ihr Betrieb?

Ob ChatGPT, Perplexity und Co. Ihren Betrieb heute nennen, lässt sich in wenigen gezielten Abfragen herausfinden. Wenn Sie wissen wollen, wie sichtbar Sie in der KI-Suche aktuell sind und wo die größten Hebel liegen, schauen wir im Erstgespräch gemeinsam drauf.

Maria Lengemann
Über die Autorin
Maria Lengemann
Geschäftsführerin · Diginauten

Maria Lengemann ist seit 2009 als Texterin und Content-Strategin selbstständig und verantwortet bei den Diginauten die redaktionelle Arbeit. Aus 17 Jahren Praxis kennt sie den Satz, der nur zu einer bestimmten Marke passt.

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