Organischer Traffic erhöht Ihre Webseitenaufrufe und kann Ihre Markenbekanntheit und sogar Ihren Umsatz steigern. Um möglichst viele Nutzer anzulocken, setzen Unternehmen in der Regel auf eine SEO-Optimierung, die darauf abzielt, in den Suchergebnissen von Google weit oben gerankt zu werden. Zusätzlich können Sie Ihren Traffic durch Google News und Google Discover steigern. Dann wird Ihre Webseite Google-Nutzern nicht nur angezeigt, wenn sie explizit nach einem Angebot wie Ihrem suchen, sondern auch als Vorschlag in den Feed gespült. Es handelt sich sozusagen um kostenlose Werbung.
Google News für redaktionelle Inhalte
Google News ist ein spezielles Feature, das den Nutzern im Webbrowser sowie auf ihrem Android-Smartphone zur Verfügung steht. iPhone-Besitzer können sich hingegen eine Google-News-App herunterladen. Darin werden dem Nutzer für ihn relevante Nachrichten angezeigt. Ob ein Beitrag in seinem Feed landet, hängt dabei von den individuellen Rankingfaktoren von Google ab.
Wenn Sie ein Magazin oder ein Nachrichtenportal betreiben, können Sie darauf hoffen, bei Google News aufzutauchen. Dort werden nämlich vornehmlich Nachrichten geteilt. Ihre Chancen steigen, wenn Ihre Inhalte relevant, aktuell und verlässlich sind. Sie sollten also ein hohes Niveau aufweisen und nicht einfach nur dahin geschrieben sein. Weitere wichtige Rankingfaktoren sind die Sprache und der Standort.
Google-Nutzer können außerdem den Tab „für mich“ verwenden. Dann werden ihnen vermehrt Inhalte angezeigt, die ihren Interessen und ihren individuellen Nutzereinstellungen entsprechen. Deswegen ist es wichtig, dass Sie Ihre Zielgruppe gut kennen und passende Inhalte für den vorherrschenden Bedarf erstellen.
Für Google News gilt allerdings eine klare Einschränkung. Der Dienst richtet sich an Nachrichtenangebote. Ein Handwerksbetrieb, eine Kanzlei oder ein Onlineshop werden dort in aller Regel nicht auftauchen, unabhängig davon, wie gut die Inhalte sind. Für die meisten Unternehmen ist deshalb Google Discover der deutlich realistischere Kanal.
Google Discover, der benutzerorientierte Feed
Während Google News sowohl auf dem Smartphone als auch auf dem PC genutzt werden kann, ist Google Discover ein spezieller Dienst für mobile Endgeräte. Beim Öffnen der Google-App, was bei Android-Smartphone in der Regel ganz unkompliziert über einen Wisch nach rechts auf dem Home-Bildschirm funktioniert, wird dem Nutzer ein personalisierter Feed angezeigt.
Im Gegensatz zu Google News können bei Google Discover neben Nachrichten auch weitere für den Nutzer relevante Inhalte angezeigt werden, sodass diese Funktion vielleicht auch für Ihr Unternehmen interessant sein könnte. Damit Ihre Beiträge von Google Discover berücksichtigt werden, müssen sie selbstverständlich von Google indexiert worden sein.
Machen Sie Ihre Webseite fit für Google Discover
Google betont, dass es keine Garantie gibt, dass Ihre Beiträge in Google Discover auftauchen. Sie können dennoch einiges dafür tun, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass Ihre Inhalte in den Feeds von möglichst vielen Nutzern zu sehen sein werden:
- Hochwertige, aktuelle und interessante Inhalte spielen genauso wie bei der allgemeinen SEO-Optimierung eine wichtige Rolle. Setzen Sie außerdem auf Einzigartigkeit.
- Schockierende, irritierende oder möglicherweise unerwartete Inhalte werden herausgefiltert.
- Google empfiehlt, einen Seitentitel zu wählen, der den Inhalt gut zusammenfasst.
- Verzichten Sie auf Clickbaiting und übertriebene Formulierungen. Bleiben Sie lieber bei der Wahrheit.
- Zudem legt Google bei der Auswahl der Inhalte für Google Discover großen Wert auf hochwertige Bilder. Visuelle Inhalte wie Bilder und Videos sind generell gerne gesehen und können dabei helfen, den Text aufzulockern und Ihre Inhalte gekonnt zu ergänzen.
Überdies sollten Sie alle weiteren Richtlinien von Google befolgen. So können Sie Ihre Reichweite nicht nur mithilfe von Google Discover, sondern auch über die normale Google-Suche erhöhen.
Die technischen Voraussetzungen
Neben guten Inhalten gibt es einige technische Punkte, ohne die Discover praktisch ausgeschlossen ist. Sie werden in fast allen Ratgebern übergangen, entscheiden aber darüber, ob Ihre Beiträge überhaupt in Frage kommen.
- Große Bildvorschau freigeben. Ohne die Angabe
max-image-preview:largeim robots-Meta-Tag zeigt Google nur eine kleine Vorschau, und die fällt im Feed praktisch nicht auf. Die meisten SEO-Plugins setzen das inzwischen automatisch, prüfen sollten Sie es trotzdem. - Bilder mindestens 1.200 Pixel breit. Kleinere Bilder werden für die große Darstellung nicht berücksichtigt. Das Bild sollte außerdem zum Inhalt passen und nicht das Firmenlogo sein.
- Sauber indexiert. Was nicht im Index steht, kann nicht im Feed erscheinen. Prüfbar in der Google Search Console.
- Mobil einwandfrei. Discover ist ein reiner Mobilkanal. Eine Seite, die auf dem Smartphone hakt, wird kaum ausgespielt.
- Klares Veröffentlichungsdatum. Aktualität ist einer der stärksten Faktoren im Feed.
Diese Punkte überschneiden sich stark mit den Grundlagen, die im Leitfaden zum OnPage-SEO stehen. Wer die dort abgearbeitet hat, erfüllt die meisten Voraussetzungen bereits.
Wie Sie Discover-Traffic messen
Discover hat in der Google Search Console einen eigenen Bericht, getrennt von der normalen Suche. Sie finden ihn im Menüpunkt „Leistung“ unter „Discover“. Der Bericht erscheint allerdings erst, wenn Ihre Seite dort tatsächlich ausgespielt wurde. Fehlt er, sind Sie bisher nicht im Feed aufgetaucht.
Im Bericht sehen Sie Impressionen, Klicks und die Beiträge, die ausgespielt wurden. Das ist die verlässlichste Grundlage, um zu erkennen, welche Themen bei Ihnen funktionieren.
Was sich durch die KI-Suche ändert
Discover und die KI-Suche verfolgen dasselbe Grundprinzip: Beide liefern Inhalte, ohne dass jemand aktiv danach gesucht hat, und beide bevorzugen Quellen, die klar strukturiert und fachlich belastbar sind. Wer seine Beiträge so aufbereitet, dass sie als Quelle taugen, verbessert damit beide Kanäle gleichzeitig.
Wie das im Einzelnen funktioniert, steht im Beitrag zu GEO und der Optimierung für KI-Suchmaschinen. Wie Google KI-Antworten direkt in die Suche einbindet, lesen Sie unter AI Overviews.
Warum Google Discover so wichtig ist
Das Browsen am Smartphone ist für viele Menschen längst zum normalen Alltagsbestandteil geworden. Nutzen Sie das für sich und optimieren Sie Ihre Inhalte für Google Discover. So treffen Menschen schon allein aufgrund ihrer Interessen ganz automatisch auf Ihr Unternehmen.
Außerdem erinnert der Dienst ein wenig an die Feeds von sozialen Netzwerken und spricht so viele Nutzer an. Hinzu kommt, dass die Inhalte an den Nutzer angepasst sind, sodass er sich eher dafür entscheidet, auf einen Beitrag zu klicken.
Natürlich sollten Sie sich für die Traffic-Generierung nie auf Google News oder Google Discover verlassen, sondern beide als sinnvolle Ergänzung zu Ihrer SEO-Strategie betrachten. Eine professionelle Keyword-Analyse für ein besseres Google-Ranking, ein durchdachtes Linkbuilding und eine benutzeroptimierte Webseite sind also nach wie vor von großer Bedeutung.
Für wen sich Google Discover wirklich lohnt
Viele Ratgeber verkaufen Discover als Kanal für jeden. Das stimmt so nicht, deshalb hier die ehrliche Einordnung.
- Lohnt sich: wenn Sie regelmäßig Inhalte veröffentlichen, die Menschen auch ohne konkreten Anlass interessieren, etwa Ratgeber, Erklärstücke, Branchenentwicklungen oder saisonale Themen.
- Lohnt sich kaum: wenn Ihre Website im Wesentlichen aus Leistungsseiten und Kontaktdaten besteht und nur selten neue Inhalte dazukommen.
- Wichtig zu wissen: Discover-Traffic ist unbeständig. Ein Beitrag kann an einem Tag tausende Aufrufe bringen und danach nie wieder. Als planbare Grundlage taugt der Kanal nicht.
Für Betriebe mit festem Einzugsgebiet bringt die lokale Sichtbarkeit in aller Regel mehr Anfragen als Discover. Discover ist ein Zusatz, kein Ersatz.
Sie möchten wissen, ob sich der Aufwand für Ihren Betrieb lohnt? Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns Ihre Inhalte an und sagen Ihnen ehrlich, welcher Kanal bei Ihnen zuerst etwas bringt. Sprechen Sie uns an.
Häufige Fragen zu Google News und Google Discover
Was ist der Unterschied zwischen Google News und Google Discover?
Google News zeigt Nachrichten und ist auf Nachrichtenangebote ausgerichtet. Google Discover ist ein personalisierter Feed auf dem Smartphone und zeigt auch Ratgeber, Erklärstücke und andere Inhalte, ohne dass jemand aktiv gesucht hat.
Kann ich mich für Google Discover anmelden?
Nein. Eine Anmeldung gibt es nicht. Google wählt die Inhalte automatisch aus. Sie können nur die Voraussetzungen schaffen und die Wahrscheinlichkeit erhöhen.
Warum taucht mein Beitrag nicht in Discover auf?
Die häufigsten Gründe sind eine fehlende Freigabe für die große Bildvorschau, zu kleine Bilder, fehlende Indexierung oder schlicht ein Thema, das für einen Feed ohne Suchanlass nicht interessant genug ist. Eine Garantie für die Ausspielung gibt es ohnehin nicht.
Wie lange bleibt ein Beitrag in Discover?
Meist nur wenige Tage. Discover bevorzugt Aktualität deutlich stärker als die klassische Suche. Deshalb ist der Traffic dort in Wellen und nicht dauerhaft.
Lohnt sich Discover für lokale Betriebe?
Meist nur eingeschränkt. Discover ist nicht nach Region gefiltert, die Aufrufe kommen also aus dem ganzen Sprachraum. Für Betriebe mit festem Einzugsgebiet bringt die lokale Sichtbarkeit in der Regel mehr Anfragen.