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KI schreibt, aber wer denkt mit?

von | 17. März 2026 | KI

Oftmals werden wir beauftragt, KI-generierte Texte zu überarbeiten. Auf den ersten Blick sehen sie richtig aus, irgendwie sogar hübsch. Nett aufbereitet und definitiv ausführlich. Doch wer genau hinsieht und ein feines Gespür für Sprache, Marketing und SEO hat, sieht die vielen Stolpersteine. An sich leistet die KI keine schlechte Arbeit. Aber ein Text, der funktionieren soll, braucht mehr als nur eine korrekte Grammatik und passende Keywords.

Er braucht jemanden, der mitdenkt.

Satzlänge: Entweder … oder?

KI-Texte neigen zu langen, verschachtelten Sätzen, die grammatikalisch einwandfrei sind und trotzdem zäh wirken. Wer Texte in WordPress mit dem Yoast-SEO-Plugin prüft, kennt das Ergebnis. Die Lesbarkeitsanalyse ist rot, obwohl der Inhalt stimmt und die Keywords sauber integriert sind. Das Problem sitzt nicht im Was, sondern im Wie.

Die naheliegende Lösung wäre, der KI einfach zu sagen, sie soll kürzer schreiben. In der Praxis schlägt das Pendel dann aber oft komplett in die andere Richtung um. Statt fließender Prosa entstehen abgehackte Sätze, die sich lesen, als hätte jemand alle Konjunktionen und Übergänge konsequent gestrichen. Das ist für die Lesbarkeit genauso wenig hilfreich wie der Ausgangszustand.

Manchmal ist es allerdings nicht so schwer, die KI zu überlisten. Wir suchen gezielt nach Stellen, an denen sich ein langer Satz sauber in zwei gleichwertige Sätze aufteilen lässt. Natürlich darf dabei die Information nicht verloren gehen und der Lesefluss nicht leiden. Kleine Anpassungen reichen manchmal aus, um die Lesbarkeitsanalyse deutlich zu verbessern, ohne dass der Text seinen Charakter verliert.

Vorausgesetzt: Der Prompt für den Ausgangstext ist bereits perfekt, denn sonst lässt sich auch der längste KI-Text nicht retten.

Passivkonstruktionen: Die unsichtbare Distanz

Ein weiteres Muster, das wir regelmäßig korrigieren, ist der übermäßige Einsatz von Passivkonstruktionen. Die KI schreibt gerne in Formulierungen wie „Es wird empfohlen“, „Dabei wird deutlich“ oder „Häufig wird unterschätzt“. Das klingt auf den ersten Blick sachlich und professionell. Es erzeugt aber gleichzeitig eine Distanz, die in den meisten Content-Kontexten kontraproduktiv ist. Texte, die durchgehend im Passiv formuliert sind, wirken, als stehe niemand hinter ihnen. Es gibt einfach keinen wirklichen Standpunkt, es wirkt unnahbar.

Wir ändern solche Konstruktionen konsequent in aktive Formulierungen um. Natürlich ist Passiv nicht grundsätzlich falsch, aber ein Text, der seinen Leser erreichen soll, braucht eine klar erkennbare Perspektive. Aktiv geschriebene Sätze übernehmen Verantwortung für das, was sie sagen. Genau das schafft Vertrauen beim Leser.

Das Briefing-Problem: Wenn die KI tut, was sie will

Das am häufigsten unterschätzte Problem ist vermutlich die Eigensinnigkeit der lieben KI. Sie hält sich nicht immer an das, was im Briefing steht.

  • manchmal werden Absatzstrukturen falsch umgesetzt
  • manchmal wird ein vorgegebenes Format ignoriert
  • manchmal funktioniert dasselbe Briefing beim ersten Durchlauf perfekt und beim nächsten Mal produziert es ein völlig anderes Ergebnis

Das ist leider absolut keine Ausnahme, sondern Alltag in der Arbeit mit KI-Tools. Auch ist es keine Eigenart bestimmter Tools, sondern es lässt sich bei unterschiedlichen Tools beobachten (wobei wir durchaus einen Favoriten haben, der besser als die anderen arbeitet).

Das bedeutet in der Praxis: KI-generierter Content braucht jemanden, der das Ergebnis nicht nur liest. Es muss auch jemand beurteilen, ob es dem entspricht, was gebraucht wird. Jemand, der weiß, wie der Text aussehen soll, bevor er ihn sieht.

Das ist keine Kritik an der Technologie selbst. Es ist schlichtweg die Realität der Arbeit mit KI. Wer das von Anfang an weiß und entsprechend einplant, kann mit KI-Unterstützung sehr effizient sehr gute Texte produzieren. Wer es ignoriert oder darauf hofft, dass das Tool schon das Richtige tun wird, bekommt Texte, die nur auf den ersten Blick in Ordnung aussehen. Beim genaueren Hinsehen funktionieren sie aber an den entscheidenden Stellen nicht.

Das gilt im Übrigen für alle Textarten. Sicherlich ist es bei Produktbeschreibungen weniger relevant, dass jedes Wort sitzt. Doch wie sieht es mit Landingpages aus? E-Mail-Texten? Social Media? Das Internet ist mittlerweile voll von KI-generierten Texten, die sich zumindest für erfahrene Autoren so leicht enttarnen lassen.

Wenn wir heutzutage eine Ansammlung willkürlicher Gedankenstriche sehen, lustige Emojis vor jedem Listenpunkt und Satzkonstruktionen jenseits von Gut und Böse … dann wissen wir Bescheid.

Wir können das Problem lösen

Nicht nur erfahrene Autoren sehen den Unterschied zwischen menschlichen Texten und KI-generierten Texten. Viele Kunden bekommen mittlerweile ebenso ein feines Gespür dafür und wollen nicht, dass ihre Texte als Einheitsbrei erkannt werden.

Die Lösung? Ein menschlicher Texter, der den KI-Text aufmöbelt.

Wir entscheiden, was gesagt wird und in welchem Ton. Natürlich passen wir uns jeweils an den Stil des Kunden an und prüfen bei Bedarf auch, ob die Informationen im Text überhaupt stimmen. Aber das ist noch mal ein ganz anderes Thema … Diese redaktionelle Arbeit lässt sich nicht automatisieren, auch nicht mit den besten verfügbaren Tools. Es erfordert ein gewisses Maß an Urteilsvermögen, welches nur aus der Erfahrung heraus entsteht.

KI ist für uns ein Werkzeug, und zwar ein sehr gutes. Aber Werkzeuge brauchen jemanden, der sie sinnvoll einsetzen und die Ergebnisse einordnen kann. Der Unterschied zwischen einem Text, der funktioniert, und einem, der nur aussieht als würde er es tun, liegt meistens genau in diesem Schritt. Wer mehr darüber erfahren möchte, wie professionelle SEO-Texte entstehen oder was eine durchdachte Content-Marketing-Strategie leisten kann, findet bei uns die passenden Antworten.

Ihr wollt KI sinnvoll in euren Content-Workflow integrieren, ohne dabei eure Qualität oder Markenstimme zu verlieren? Wir unterstützen euch dabei, von der Konzeption über das Briefing bis zur finalen Überarbeitung. Schreibt uns einfach über unser Kontaktformular und wir schauen gemeinsam, was für euch sinnvoll ist.

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