State of Marketing & AI Report 2026: 70 % Ihrer Kunden spüren, dass KI-Texte leer sind

von | 21. Mai 2026 | KI, Marketing

Canva hat im Mai 2026 seinen jährlichen „State of Marketing & AI Report“ veröffentlicht. Die Zahlen sind ziemlich eindeutig und zeigen vor allem, dass zwischen Marketing und Endkonsumenten noch eine gewaltige Schere vorhanden ist. 97 % der Marketing-Profis nutzen KI bereits täglich. 99 % wollen 2026 mehr investieren. Soweit klar. Gleichzeitig sagen allerdings 70 Prozent der Endkonsumenten, dass KI-generierte Inhalte „irgendwie leer wirken“ oder dass „etwas fehlt.

Was der Canva Report 2026 konkret sagt

Die Studie befragte Marketing-Entscheider und Endkonsumenten aus mehreren Ländern. Das Ergebnis ist eine klare Schere zwischen Anbieter- und Nachfragerseite.

PS: Sie können die gesamte Studie hier bei Canva anfordern.

Die Anbieterseite: Vollgas

Auf der Seite der Unternehmen läuft die KI-Adoption auf Hochtouren:

  • 97 % der Marketing-Profis setzen KI täglich in ihrer kreativen Arbeit ein
  • 99 % planen für 2026 höhere KI-Investitionen
  • 89 % berichten von mindestens vier Stunden Zeitersparnis pro Woche
  • 68 % geben an, dass KI mehr Geschäftsentscheidungen beeinflusst als früher

Die Beschleunigung ist real. Das bestreitet niemand mehr, auch wir bei den Diginauten nicht. In unserer Beratungspraxis sehen wir, wie Teams mit KI-Unterstützung in einer Woche produzieren, wofür sie früher einen Monat brauchten.

Die Konsumentenseite: Spürbarer Widerstand

Auf der anderen Seite der Gleichung stehen die Menschen, die diesen Content täglich konsumieren:

  • 70 % der Konsumenten sagen, KI-Werbung wirke „irgendwie leer“ oder es fehle etwas
  • 78 % bevorzugen immer noch von Menschen gemachte Werbung
  • 87 % sind überzeugt, dass gutes Marketing immer menschliche Kreativität braucht
  • 69 % befürchten, Werbung werde in Zukunft „repetitiv und austauschbar“
  • 74 % würden sich wohler fühlen, wenn Unternehmen klare KI-Richtlinien kommunizieren würden

Die Schere ist groß. Unternehmen investieren in Geschwindigkeit. Konsumenten kaufen aber keine Geschwindigkeit, sie kaufen Resonanz.

Der Kernsatz, den Sie sich merken sollten

„Speed is no longer a competitive advantage.“

Der Satz klingt nach einem Werbetext, ist aber ein empirischer Befund. Wenn 99 % der Marketer auf dieselbe Technologie setzen und alle damit schneller werden, hat niemand mehr einen Geschwindigkeitsvorteil. Das Spielfeld verschiebt sich zwangsläufig auf das, was KI nicht automatisch liefert.

  • Empathie und emotionale Tiefe (42 % der Marketing-Entscheider nennen das als nicht ersetzbar)
  • Originalität durch Unperfektion (41 %)
  • Markenintuition und kreatives Urteil (41 %)

Wenn 97 % der Marketing-Teams KI einsetzen, erzeugen alle dasselbe. Texte aus denselben Modellen, auf Basis derselben Trainingsdaten, mit denselben sprachlichen Mustern. Wer nicht aktiv gegensteuert, klingt in zwei Jahren wie jeder andere. Viele Kunden merken das bereits jetzt.

Wir füllen die Leere

Damit Ihre Kunden nicht auch das Gefühl haben, dass Ihre Texte leer und wiederholend sind, unterstützen wir Firmen gerade genau dabei. Mit unseren 17 Jahren Erfahrung in der Texterstellung und dem breiten KI-Wissen sind wir bestens vorbereitet. Natürlich kann eine KI Ihre Texte aller Art schneller produzieren. Doch ohne Tonalitätsguide und eine sichere Markenstimme merkt sich niemand Ihrer Leser (und potenzieller Kunden/Käufer), was Sie überhaupt gesagt haben. Sie nehmen keine Haltung ein, geben keine Werte weiter … Sie produzieren einfach nur austauschbaren Content.

Im Canva-Report wird genau das als „Creative Direction“ bezeichnet, also professionelle Einordnung und menschliche Kalibrierung. Darauf sollte niemand verzichten, der nicht von der Konkurrenz abgehängt werden möchte.

Was Konsumenten akzeptieren

Interessant ist auch, unter welchen Bedingungen KI-Content angenommen wird:

  • 68 % der Konsumenten akzeptieren KI in Werbung, wenn die Inhalte dadurch relevanter oder hilfreicher werden
  • 74 % würden KI eher akzeptieren, wenn Unternehmen klare KI-Richtlinien kommunizieren
  • Jüngere Zielgruppen urteilen weniger nach Produktionsmethode, sondern nach dem Gefühl, das ein Inhalt auslöst

Das bedeutet: KI-Content kann funktionieren. Aber nur dann, wenn jemand Relevanz, Tonalität und Markenstimme aktiv hält.

Nicht mehr, nicht weniger, sondern besser

Auch wir bei den Diginauten arbeiten natürlich täglich mit KI-gestützten Workflows. Die Studie bestätigt, was wir in unseren Beratungsgesprächen immer häufiger hören. Das Problem ist nicht, dass zu wenig produziert wird. Das Problem ist, dass das Produzierte nicht mehr ankommt.

Drei Schlussfolgerungen, die wir aus dem Canva Report für unsere eigene Praxis ziehen:

  • 1. Markenstimme schlägt Produktionsvolumen: Ein Unternehmen, das 20 generische KI-Texte pro Monat veröffentlicht, verliert Profil. Eines, das acht Texte mit klar erkennbarer Stimme veröffentlicht, gewinnt es. Das ist keine ästhetische Frage, sondern eher die Frage danach, ob 70 % Ihrer Leser nach dem dritten Absatz innerlich abschalten.
  • 2. Transparenz ist keine Schwäche: 74 % der Konsumenten wünschen sich klare KI-Richtlinien. Das bedeutet, wenn Sie offen kommunizieren, dass KI im Prozess ist und gleichzeitig erklären, wo menschliches Urteil eingreift, haben Sie einen Vertrauensvorsprung gegenüber denen, die es verschweigen.
  • 3. Creative Direction wird zur Kernkompetenz: Die Studie nennt Empathie, Originalität und Markenintuition als die Fähigkeiten, die KI nicht automatisch liefert. Diese Fähigkeiten zu besitzen, ist keine Selbstverständlichkeit. Sie zu vermitteln, zu trainieren und in Workflows einzubauen, ist die Arbeit der nächsten Jahre.

Wer 2026 noch argumentiert, dass Qualität wichtiger ist als Quantität, kann das jetzt mit Zahlen belegen. 70 % der Konsumenten spüren, wenn ein Text leer ist. 87 % glauben, dass gutes Marketing menschliche Kreativität braucht. 74 % wollen, dass Unternehmen ehrlich kommunizieren, wie sie KI einsetzen.

Machen Sie etwas aus diesem Wissen!

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