Kurz erklärt. Was es kostet, eine Website erstellen zu lassen, hängt vom Umfang ab und reicht von wenigen hundert bis zu mehreren zehntausend Euro. Über die Anfragen entscheidet danach etwas anderes, nämlich ob Ihre Kunden die Seite überhaupt finden. Diesen Teil erst nach dem Launch anzugehen, kostet Sie ein zweites Mal Geld.
Der Ablauf ist in vielen Betrieben derselbe. Die neue Seite geht online, das Design gefällt allen im Haus, und dann bleibt es still. In den ersten Monaten kommen kaum Besucher und so gut wie keine Anfragen. In den meisten Fällen liegt das daran, dass bei der Planung niemand gefragt hat, über welche Suchbegriffe die Seite gefunden werden soll und was dafür technisch nötig ist. Diese Frage stellen uns Betriebe fast immer erst dann, wenn die Rechnung längst bezahlt ist.
Dieser Beitrag zeigt Ihnen, was eine professionelle Website-Erstellung kostet, welche drei Wege es gibt und worauf Sie achten müssen, damit Ihre neue Seite bei Google und in den Antworten der KI auftaucht.
Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?
Die Spanne ist groß, weil unter dem Wort Website sehr unterschiedliche Projekte laufen. Eine digitale Visitenkarte mit drei Unterseiten ist ein anderes Vorhaben als ein Shop mit angebundener Warenwirtschaft. Das Gründerportal Für-Gründer nennt für den deutschen Markt diese typischen Preisbereiche als Orientierung:
| Art der Website | Typische Spanne |
|---|---|
| Web-Visitenkarte (One-Pager) | 500 bis 2.000 Euro |
| Blog | 800 bis 5.000 Euro |
| Portfolio-Website | 1.200 bis 4.000 Euro |
| Website mit Mitgliederbereich | 1.200 bis 10.000 Euro |
| Firmen-Website | 2.000 bis 20.000 Euro |
| Online-Shop | 4.000 bis 20.000 Euro |
Den Preis treiben vor allem vier Dinge. Die Zahl der Unterseiten, der Grad der Individualisierung (fertige Vorlage, angepasste Vorlage oder eigenes Design), der Funktionsumfang und die Frage, wer die Inhalte liefert. Texte und Bilder sind der Posten, den Betriebe am häufigsten unterschätzen. Wenn Sie die selbst beisteuern, sinkt der Angebotspreis, dafür bindet das Projekt Ihre Zeit über Wochen.
Die laufenden Kosten gehören in die Rechnung
Eine Website ist kein einmaliger Posten. Nach dem Launch laufen weiter:
- Domain und Hosting, je nach Anbieter und Leistung zwischen wenigen Euro und mittleren zweistelligen Beträgen im Monat
- Wartung, also Updates von System und Erweiterungen, Backups und Sicherheitsprüfungen
- Lizenzen für kostenpflichtige Erweiterungen, meist jährlich
- neue Inhalte, ohne die eine Seite über die Jahre an Sichtbarkeit verliert
Fragen Sie im Angebot ausdrücklich nach, was nach der Übergabe passiert. Wer die Wartung übernimmt und wer reagiert, wenn die Seite an einem Freitagabend ausfällt, sollte vor der Beauftragung geklärt sein.
Drei Wege zur neuen Website und was sie für Ihre Sichtbarkeit bedeuten
Zwischen Baukasten und Agentur liegen mehrere tausend Euro Unterschied. Für die spätere Auffindbarkeit zählt am Ende vor allem, wer sich um Struktur, Texte und Technik kümmert. Das lässt sich in jedem der drei Wege gut oder schlecht lösen.
| Weg | Passt und wo die Grenze liegt |
|---|---|
| Homepage-Baukasten | Passt, wenn Sie eine schlanke Präsenz brauchen und selbst pflegen wollen. Grenze: Struktur und technische Feinheiten sind nur begrenzt steuerbar. |
| Freelancer oder Webdesigner | Passt, wenn Sie individuelles Design brauchen und ein klares Briefing liefern können. Grenze: SEO und Texte sind selten im Standardumfang enthalten. |
| Agentur | Passt, wenn die Seite Umsatz bringen soll und mehrere Gewerke zusammenlaufen. Grenze: höchster Preis, dafür ein Ansprechpartner für das Ganze. |
Homepage-Baukasten
Ein Baukasten bringt Sie schnell und günstig online. Für einen kleinen Betrieb, der vor allem eine seriöse Adresse im Netz braucht, reicht das. Bei den Suchbegriffen, die Umsatz bringen, stoßen Sie damit an eine Grenze, weil Ihnen die feine Kontrolle über Seitenstruktur, Ladeverhalten und Auszeichnung fehlt. Für lokale Suchen mit wenig Wettbewerb reicht es oft trotzdem.
Freelancer oder Webdesigner
Hier bekommen Sie ein individuelles Design zu einem kalkulierbaren Preis. Prüfen Sie vorher, ob Suchmaschinenoptimierung im Angebot steht. Viele Webdesigner liefern ein gutes Aussehen und übergeben eine Seite, die technisch sauber ist, aber inhaltlich auf kein einziges Suchwort ausgerichtet wurde. Das gehört schlicht zu einer anderen Leistung und muss deshalb ausdrücklich beauftragt werden.
Agentur
Eine Agentur bündelt Design, Technik, Texte und Sichtbarkeit unter einem Ansprechpartner. Das kostet am meisten und lohnt sich, wenn die Seite messbar Anfragen bringen soll. Achten Sie darauf, wer die Inhalte schreibt. Eine Website mit Blindtexten oder mit Texten, die Sie selbst noch liefern müssen, ist ein halbes Projekt.
So läuft ein Website-Projekt ab
Seriöse Anbieter arbeiten in festen Phasen und sagen Ihnen vorher, wann sie was von Ihnen brauchen. Wenn ein Angebot direkt mit dem Design startet, fehlt der wichtigste Teil am Anfang.
| Phase | Was passiert, und was Sie beisteuern |
|---|---|
| Konzept | Ziele, Zielgruppe, Leistungen und Suchbegriffe werden geklärt, daraus entsteht der Seitenbaum. Ihr Beitrag: Auskunft über Kunden, Angebot und Wettbewerb. |
| Struktur und Entwurf | Aufbau der Seiten, erste Entwürfe für Startseite und eine Unterseite. Ihr Beitrag: Freigabe und gebündeltes Feedback. |
| Inhalte | Texte, Bilder und Videos entstehen oder werden übernommen. Ihr Beitrag: fachliche Prüfung und Material aus dem Betrieb. |
| Umsetzung | Technischer Aufbau, mobile Darstellung, Ladezeit und Auszeichnung. Ihr Beitrag: Zugänge zu Domain und Hosting. |
| Launch | Weiterleitungen, Indexierung, Search Console und Kontrolle der Formulare. Ihr Beitrag: die Abnahme. |
| Betrieb | Wartung, Auswertung, neue Inhalte und Arbeit an der Sichtbarkeit. Ihr Beitrag: Entscheidung über die laufende Betreuung. |
In unseren Kundenprojekten entstehen Verzögerungen fast immer in der Inhaltsphase. Wenn Sie Texte, Bilder und Firmendaten vorher sammeln, verkürzt das die Laufzeit spürbar und spart Geld, weil weniger Abstimmungsrunden nötig sind.
Das sollten Sie vor der ersten Anfrage bereitlegen
Ein Anbieter kalkuliert umso belastbarer, je klarer Ihre Vorstellung ist. Diese Punkte reichen für ein erstes Gespräch:
- eine Liste Ihrer Leistungen, so benannt, wie Ihre Kunden danach fragen
- zwei bis drei Websites, die Ihnen gefallen, mit einem Satz dazu, warum
- vorhandenes Material wie Logo, Bilder, Broschüren und Firmendaten
- die Adressen Ihrer bisherigen Seite, falls es eine gibt
- ein grober Budgetrahmen, damit der Anbieter passend kalkulieren kann
- der Termin, zu dem die Seite online sein soll
Beim Relaunch entscheiden die alten Adressen über Ihre Rankings
Wenn Sie eine bestehende Seite ersetzen lassen, ist das der teuerste Fehler überhaupt. Die neue Website bekommt eine neue Struktur, die alten Adressen verschwinden, und mit ihnen sämtliche Positionen, die über Jahre gewachsen sind. Rückgängig machen lässt sich das nur mit Aufwand.
Der Schutz dagegen sind permanente Weiterleitungen von jeder alten auf die passende neue Adresse. Google stellt dazu klar, dass 301-Weiterleitungen keine negativen Auswirkungen auf den PageRank haben. Für die Umstellung im Index rechnet Google mit einigen Wochen, bei größeren Websites auch länger.
Drei Punkte gehören deshalb in jedes Relaunch-Briefing:
- Vor dem Umzug eine vollständige Liste aller bestehenden Adressen exportieren, am besten aus der Search Console und aus der alten Sitemap.
- Jede alte Adresse einzeln der neuen zuordnen. Eine Sammelweiterleitung aller Altseiten auf die Startseite wertet Google als Fehlerseite und verschenkt genau die Kraft, die Sie retten wollten.
- Nach dem Launch die Weiterleitungen stichprobenartig aufrufen und in der Search Console beobachten, wie schnell die neuen Adressen in den Index wandern.
Was in die Umsetzung gehört, damit die Seite gefunden wird
Sichtbarkeit lässt sich schlecht nachrüsten. Die meisten Punkte kosten während der Umsetzung fast nichts und werden später teuer, weil dann Struktur und Texte noch einmal angefasst werden müssen. Diese Liste können Sie Ihrem Dienstleister direkt vorlegen.
- Eine eigene Seite je Leistung. Eine Startseite, die alles gleichzeitig sein will, rankt für nichts richtig. Jede Leistung, die Kunden einzeln suchen, braucht eine eigene Unterseite.
- Suchbegriffe vor dem Seitenbaum. Welche Seiten es gibt, ergibt sich daraus, wonach Ihre Kunden suchen. Wie Sie das herausfinden, steht im Beitrag zur Keyword-Recherche, die Auswahl der passenden Begriffe erklärt der Leitfaden zu SEO-Keywords und Google-Ranking.
- Titel, Überschriften und Meta-Angaben. Jede Seite braucht einen eigenen Seitentitel und eine sinnvolle Überschriftenstruktur. Die Details dazu stehen im Leitfaden zum OnPage-SEO.
- Texte, die die Frage des Besuchers beantworten. Fünf Sätze pro Leistungsseite reichen nicht, um gegen etablierte Wettbewerber anzukommen. Worauf es beim Schreiben ankommt, zeigt der Beitrag zu SEO-Texten.
- Ladezeit im grünen Bereich. Google misst die Nutzererfahrung über die Core Web Vitals. Als nutzerfreundlich gelten laut web.dev ein Largest Contentful Paint von 2,5 Sekunden, ein Interaction to Next Paint von 200 Millisekunden und ein Cumulative Layout Shift von 0,1. Lassen Sie sich diese Werte nach dem Launch zeigen.
- Darstellung auf dem Smartphone. Der Großteil der Besucher kommt mobil, und Google bewertet die mobile Fassung als maßgeblich.
- Indexierbarkeit prüfen. Entwicklungsseiten stehen üblicherweise auf noindex. Bleibt dieser Schalter beim Livegang stehen, bleibt die Seite für Google unsichtbar. Das ist der häufigste stille Fehler nach einem Launch.
- Search Console und Sitemap einrichten, bevor die Seite live geht. Ohne diese Daten arbeiten Sie später im Blindflug.
- Lokale Signale mitdenken. Firmenname, Adresse und Telefonnummer gehören überall im Netz identisch hinterlegt. Wie das zusammenspielt, steht im Beitrag zur lokalen Sichtbarkeit bei Google.
Wenn Ihnen der Überblick über die Zusammenhänge fehlt, hilft der Leitfaden zu SEO für Unternehmer als Einstieg.
Ihre neue Website und die KI-Suche
Ein Teil Ihrer Kunden fragt heute ChatGPT, Perplexity oder Gemini direkt nach einer Empfehlung und sieht die klassische Ergebnisliste gar nicht mehr. Dazu kommen die KI-Antworten oberhalb der Google-Ergebnisse. Für eine neue Website heißt das, dass sie von Anfang an so gebaut sein sollte, dass Maschinen den Inhalt sauber auswerten können.
Googles eigene Dokumentation ist an dieser Stelle deutlich. Für die KI-Funktionen der Google Suche gibt es keine zusätzlichen Anforderungen und keine speziellen Optimierungen. Die bekannten Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung bleiben maßgeblich. Eine sauber gebaute Seite arbeitet damit für beide Kanäle gleichzeitig.
In der Praxis zahlen diese Punkte besonders auf die KI-Sichtbarkeit ein:
- Klare Struktur mit aussagekräftigen Überschriften, damit einzelne Abschnitte als Antwort zitierbar sind.
- Ein Frage-Antwort-Bereich auf den wichtigen Seiten, mit kurzen und eindeutigen Antworten.
- Nachprüfbare Angaben, also Zahlen mit Quelle statt allgemeiner Behauptungen.
- Eine erkennbare Quelle hinter dem Inhalt, mit Impressum, Autorenangabe und konsistenten Firmendaten im ganzen Netz.
- Strukturierte Daten für Unternehmen, Leistungen und Bewertungen, damit Maschinen die Angaben eindeutig zuordnen.
Wie Sie gezielt in KI-Antworten auftauchen, beschreibt der Beitrag zur KI-Suchmaschinenoptimierung. Die Grundlagen dahinter stehen im Leitfaden zu Inhalten für KI-Suchmaschinen, und was die KI-Antworten in Google für Ihre Klicks bedeuten, lesen Sie im Beitrag zu den AI Overviews.
Diese Fragen klären Sie vor der Beauftragung
Ein Angebot lässt sich schwer vergleichen, solange die Leistung unscharf beschrieben ist. Mit diesen Fragen bekommen Sie Klarheit, bevor Sie unterschreiben:
- Wer schreibt die Texte, und sind sie im Preis enthalten?
- Ist Suchmaschinenoptimierung Teil des Angebots, und was genau umfasst sie?
- Welche Seitenstruktur ist geplant, und woraus leitet sie sich ab?
- Wie werden die Adressen der bisherigen Seite weitergeleitet?
- Wem gehören Domain, Hosting-Zugang und Inhalte nach der Übergabe?
- Kann ich Inhalte selbst pflegen, und bekomme ich dafür eine Einweisung?
- Was kostet die laufende Betreuung nach dem Launch?
Wenn Sie auf die vierte Frage keine klare Antwort bekommen und die Seite ein Relaunch ist, holen Sie ein zweites Angebot ein. An dieser Stelle entstehen die Schäden, die später am meisten Geld kosten.
Häufige Fragen zur Website-Erstellung
Wie lange dauert es, eine Website erstellen zu lassen?
Für eine kleine Firmenseite mit fertigem Material rechnen Sie mit vier bis acht Wochen. Bei individuellem Design, mehreren Abstimmungsrunden und neu zu erstellenden Texten werden daraus schnell drei bis sechs Monate. Der Engpass liegt in den meisten Projekten bei den Inhalten.
Baukasten oder Agentur, was ist besser für die Sichtbarkeit?
Für lokale Suchen mit wenig Wettbewerb kann eine sauber gebaute Baukastenseite ausreichen. Sobald Sie gegen etablierte Anbieter antreten, brauchen Sie die feine Kontrolle über Struktur, Ladezeit und Inhalte, die ein Baukasten nur begrenzt zulässt. Über die Position entscheidet am Ende die inhaltliche Substanz Ihrer Seiten.
Warum verliert meine Seite nach dem Relaunch Besucher?
In den meisten Fällen liegt es an fehlenden oder falschen Weiterleitungen. Prüfen Sie in der Search Console, welche alten Adressen Fehler melden, und leiten Sie jede einzeln auf das passende neue Ziel um. Ein zweiter häufiger Grund ist ein stehen gebliebener noindex-Schalter aus der Entwicklungsphase.
Wie schnell ist eine neue Website bei Google zu finden?
Die Aufnahme in den Index dauert meist einige Tage bis wenige Wochen, sofern die Seite technisch erreichbar ist und eine Sitemap vorliegt. Bis Positionen entstehen, die Anfragen bringen, vergehen bei einer neuen Domain in der Regel mehrere Monate. Eine Garantie auf einen bestimmten Platz gibt Ihnen niemand seriös, weil darüber Google entscheidet.
Brauche ich für die KI-Suche eine eigene Optimierung?
Für die KI-Funktionen der Google Suche nennt Google keine zusätzlichen Anforderungen. Die Arbeit an Struktur, Substanz und technischer Zugänglichkeit zahlt auf beide Kanäle ein. Für ChatGPT und Perplexity kommt hinzu, dass Ihre Firmendaten und Ihre Fachaussagen an mehreren Stellen im Netz übereinstimmen sollten.
Was kostet eine Website im laufenden Betrieb?
Domain und Hosting bewegen sich je nach Anspruch zwischen wenigen Euro und mittleren zweistelligen Beträgen im Monat. Dazu kommen Wartung, Lizenzen für Erweiterungen und die Arbeit an neuen Inhalten. Planen Sie diesen Posten von Anfang an ein, weil eine Seite ohne Pflege über die Jahre Sichtbarkeit verliert.
Der wichtigste Schritt kommt nach dem Launch
Eine neue Website schafft die Voraussetzung für Anfragen. Ob sich die Investition rechnet, zeigt sich in den Monaten danach, wenn Inhalte dazukommen und die ersten Anfragen über die Suche eintreffen.
Als SEO- und GEO-Agentur übernehmen wir genau diesen Teil, bei Google und in den Antworten der KI. Wenn Sie wissen möchten, wo Ihre Seite heute steht, schauen wir im Erstgespräch gemeinsam drauf. Sprechen Sie uns an.