Willkommen beim Diginauten Weekly. Einmal pro Woche schauen wir uns an, was im Bereich SEO und GEO passiert ist und ordnen für Sie ein, was für Ihren Betrieb zählt. Darum geht’s diese Woche: Google zeigt bei lokalen Suchen in Deutschland eine neu geordnete Ergebnisseite, auf der Websites einen eigenen Block bekommen. Das Spam-Update läuft mit einer zweiten Welle weiter, und Google hat veröffentlicht, was es von KI-Texten und Autorenangaben erwartet. ChatGPT und der KI-Modus zitieren YouTube plötzlich deutlich seltener, Websites von Unternehmen gewinnen. In Europa sind die kostenlosen Produkteinträge aus der Suche verschwunden, und Google klagt gegen die Pflicht, Suchdaten zu teilen.
Lokale Suche: Google ordnet die Ergebnisseite in Deutschland neu
Seit Ende September 2026 zeigt Google bei lokalen Suchen in Deutschland eine neu geordnete Ergebnisseite. SEO Südwest hat sie am 30. September bei Suchen in Karlsruhe gesehen, wir konnten sie bei Redaktionsschluss mit den Suchen „friseur weiden in der oberpfalz“ und „elektriker karlsruhe“ nachstellen. Oben steht ein Block „Unternehmen“ mit Karte und drei Betrieben aus Google Maps, über „Mehr auf Google ansehen“ geht es zu weiteren.

Darunter folgt ein Karussell „Weitere Websites“, das Betriebe mit ihrer Domain, den Öffnungszeiten und teils einer Preisspanne zeigt.

Bei Restaurants heißt der obere Block „Orte“. Angekündigt hat Google den Umbau nicht, und er erscheint noch nicht bei jeder Suche.
Dass die Blöcke für Vergleichsportale und direkte Anbieter auch für Suchen nach Betrieben vor Ort gelten sollen, stand Mitte September in Googles Dokumentation, darüber haben wir in KW 38 berichtet. Jetzt ist es in Deutschland angekommen.
Was sich für Firmen ändert
Für Betriebe vor Ort ist das eine der größten Änderungen in diesem Jahr. Über die drei Plätze in der Kartenbox entschied bisher vor allem das Unternehmensprofil, der neue Block darunter rückt die eigene Website wieder ins Bild.
Unter „Weitere Websites“ zeigt Google direkt die Domain des Betriebs. Fehlt sie, steht dort „Keine Website gefunden“.
So ist es im Beispiel oben bei einem der Salons zu sehen. Das ist eine Beobachtung aus wenigen Suchen und keine Regel von Google, die Richtung halten wir trotzdem für deutlich. Scheinbar werden Firmen-Webseiten auch für lokale Anbieter wieder deutlich wichtiger. Wenn Sie wissen wollen, wie Ihr Betrieb in der neuen Ansicht erscheint, sehen wir uns Ihre wichtigsten Suchbegriffe gern mit Ihnen an.
Auch bei den Bewertungen bewegt sich etwas. Ohne Anmeldung zeigt Google Maps seit Ende September oft nur noch einen Teil der Rezensionen, wie Search Engine Roundtable berichtet. In unserer Stichprobe bei Redaktionsschluss waren es bei einem Elektrobetrieb in Karlsruhe drei von 109. Google hat das nicht kommentiert, und eine ähnliche Einschränkung im Februar hat Google nach etwa einer Woche zurückgenommen. Solange sie gilt, bekommen die ersten sichtbaren Bewertungen noch mehr Gewicht.
KI-Übersichten über dem Firmennamen
Bei der Suche nach einem Firmennamen erscheint in den USA inzwischen meist eine KI-Übersicht. Laut Ahrefs hatten am 29. September 82,91 Prozent der Markensuchen am Desktop eine, ausgewertet wurden 232,8 Millionen Abrufe von Suchergebnisseiten zwischen dem 1. Juli und dem 29. September. Am häufigsten zitiert wird dabei Wikipedia, in 71,9 Prozent der Fälle. Bei lokalen Betrieben verschmilzt die KI-Übersicht auf dem Handy oft mit dem Unternehmensprofil, wie ein kleiner Test von Steady Demand mit 100 Betrieben in den USA zeigt. Bei 26 von ihnen erschien sie schon bei der Suche nach dem eigenen Namen, viermal zeigte Google dabei den falschen Betrieb.
Wie oft das in Deutschland passiert, ist offen, in einer eigenen Stichprobe sahen wir es bisher nur bei großen Marken. Was Google dort zusammenfasst, stammt aus dem Unternehmensprofil, aus Bewertungen und aus dem, was andere über einen Betrieb schreiben. Es lohnt sich deshalb, alle drei Quellen im Blick zu behalten, wie wir es in der Anleitung zum Google-Unternehmensprofil beschreiben.
Google räumt weiter auf: zweite Welle beim Spam-Update und neue Regeln für KI-Texte
Das Spam-Update, das Google am 24. September gestartet hat, läuft noch. Bei Redaktionsschluss stand im Search Status Dashboard weiter nur der Starteintrag, die angekündigten zwei Wochen enden am 8. Oktober. Wir berichten natürlich darüber, wenn das Update abgeschlossen ist und was sich dadurch entwickelt und gezeigt hat.
Nach einer ersten Welle vom 25. bis 27. September beobachtete Search Engine Roundtable am 30. September und 1. Oktober eine zweite. Glenn Gabe und Lily Ray sehen Verluste vor allem bei Seiten nach Schablone, bei automatisch aus Vorlagen erzeugten und bei offenbar KI-geschriebenen Seiten, etwa einer eigenen Seite für jede Telefonnummer oder Vorwahl. Das sind genau die Seiten in Serie, vor denen wir in KW 38 gewarnt haben. Welche Praktiken das Update treffen soll, sagt Google weiter nicht. Gary Illyes von Google nannte auf der Konferenz Search Central Live in Barcelona massenhaft erzeugte Inhalte inzwischen ein größeres Problem als Linkspam, so berichten es Teilnehmer.
Beim Bewerten hilft Sistrix gerade weniger als sonst. Laut Statusseite liefert Google seit dem 26. September teils unvollständige Ergebnisse, der Sichtbarkeitsindex zeigt deshalb weniger Bewegung als üblich. Verlässlicher sind die Zahlen in Ihrer Search Console, Googles kostenlosem Werkzeug für Websitebetreiber.
Die vielen, vielen KI-Texte
Am 1. Oktober hat Google außerdem zwei Seiten seiner Dokumentation ergänzt. In der Anleitung zu KI-erzeugten Inhalten heißt es jetzt, es sei entscheidend, alle KI-Inhalte vor der Veröffentlichung von Hand auf Richtigkeit zu prüfen. Das gilt ausdrücklich auch für Seitentitel, Meta-Descriptions (die Beschreibung im Suchergebnis), strukturierte Daten (Zusatzangaben im Quelltext, die Suchmaschinen auslesen) und Alt-Texte von Bildern. Viele Betriebe lassen genau diese Felder von einem Plugin oder Werkzeug füllen.
In der Anleitung zu hilfreichen Inhalten beschreibt Google den Hauptinhalt einer Seite jetzt mit vier Merkmalen:
- wie viel menschliche Arbeit darin steckt,
- ob er Eigenes bietet, das es anderswo nicht gibt,
- ob er das nötige Können zeigt,
- ob er sachlich stimmt.
Neu ist auch ein klarer Satz zu Autorenangaben. Erfundene Autorenprofile mit KI-Porträts, ausgedachten Namen oder falschen Qualifikationen nennt Google eine Form der Täuschung.
Einen Zusammenhang mit dem Spam-Update hat Google nicht hergestellt, die Richtung ist trotzdem dieselbe. Ein Team mit echten Menschen auf der Website, Texte mit eigenen Projekten und Zahlen und ein zweiter Blick auf alles, was ein Werkzeug automatisch erzeugt, sind gerade die beste Absicherung. Diese Prüfung übernehmen wir gern für Betriebe, die mit KI schreiben lassen.
Wie lange Google wofür braucht
In Barcelona hat Gary Illyes auch typische Zeiten genannt. Google hat die Folien nicht veröffentlicht, die Werte stammen aus Berichten von Teilnehmern wie der Agentur ROAST und von Search Engine Journal. Sie gelten für den Normalfall, bei Qualitätsproblemen stand in den Tabellen oft „nie“.
| Vorgang | Typische Dauer |
|---|---|
| Neue Adresse wird entdeckt | rund 20 Stunden |
| Bekannte Adresse wird erneut gecrawlt | rund 30 Tage |
| Neuer Seitentitel oder neues Snippet (Textauszug im Suchergebnis) sichtbar | 1 bis 2 Tage |
| Wechsel der kanonischen Adresse (der Version, die Google als Original wertet) | 1 bis 3 Wochen |
| Aufhebung einer manuellen Maßnahme | 1 bis 2 Wochen |
| Umzug auf eine neue Domain | 1 bis 3 Monate |
| Erholung nach einem Core Update | 3 bis 6 Monate |
Passend dazu erklärten Martin Splitt und John Mueller am 1. Oktober im Google-Podcast Search Off the Record, dass die Meldung „Konnte nicht abgerufen werden“ bei einer Sitemap häufig an der Serverlast liegt oder daran, dass Google die Website für wenig wertvoll hält und sie seltener abruft. Eine llms.txt ersetzt die Sitemap nicht.
KI-Suche: Welche Quellen zitiert werden, ändert sich im Wochentakt
Wie schnell sich die Quellen verschieben, zeigt eine Auswertung, die David Konitzny vom Messanbieter Peec AI am 25. September veröffentlicht hat (LinkedIn). Ausgewertet hat Peec dafür Hunderttausende Fragen.
- Seit dem 18. September nennt ChatGPT YouTube kaum noch als Quelle, der Anteil an den Quellenangaben fiel von rund 0,3 auf 0,03 Prozent.
- Auch Facebook (minus 88,1 Prozent), Wikipedia (minus 78,4) und Forbes (minus 71,7) verloren deutlich.
- Gewonnen haben laut Konitzny Produktseiten sowie Websites von Unternehmen und Behörden, Zahlen dazu nennt er nicht.
Für Deutschland meldet Artur Kosch von der Agentur KKP am 29. September (LinkedIn) einen ähnlichen Bruch im KI-Modus von Google. Nach Daten des Messwerkzeugs Otterly, das täglich 1.600 deutschsprachige Fragen aus 16 Branchen stellt, fiel der Anteil von YouTube an den Quellen zwischen dem 13. und 15. September von 10,4 auf 4,6 Prozent. In den KI-Übersichten blieb er bei rund 10 Prozent. Eine Erklärung haben weder OpenAI noch Google gegeben, und alle drei Messungen stammen von Anbietern, die solche Messungen verkaufen.
Wie wichtig sind Zitate?
Wie kurzlebig Zitate generell sind, zeigt eine Auswertung von Profound über 883.000 Seiten und sieben KI-Dienste von September 2025 bis September 2026. Im Median hatte eine Seite elf Tage nach ihrem Höchststand die Hälfte ihres Zitatanteils verloren. Seiten, die von mindestens fünf Diensten zitiert wurden, hielten sich 5,5-mal so oft länger als acht Wochen. Peec AI rät, viele verschiedene Fragen zu stellen, statt wenige oft zu wiederholen. Schwankungen von weniger als 12,4 Prozentpunkten an einem Tag seien bei einzelnen Marken normales Rauschen, so das Ergebnis aus 120 Millionen Chats mit acht KI-Assistenten von Februar bis August 2026 (Peec AI).
Für Betriebe heißt das zweierlei.
- Abkürzungen über fremde Plattformen tragen nicht lange, das haben wir in KW 36 schon bei Reddit gesehen, jetzt trifft es YouTube.
- Die eigene Website ist die Quelle, die Sie selbst in der Hand haben, und genau solche Seiten gewinnen gerade. Wie Sie sie für ChatGPT und Co. aufbereiten, steht in unserem Beitrag zur KI-Suchmaschinenoptimierung.
Was sich messen lässt
Den Filter für multimodale Suchen, also Suchen mit einem Bild über Google Lens oder Circle to Search, gibt es laut Google auch im Bericht für generative KI-Funktionen, den wir in KW 36 vorgestellt haben. In KW 39 hatten wir ihn nur für den Leistungsbericht genannt. Der KI-Bericht zeigt, wie oft Ihre Seiten in KI-Übersichten und im KI-Modus erscheinen, allerdings nur als Impressionen, ohne Klicks und ohne Suchbegriffe. Die Daten zu Suchen per Bild sind laut John Mueller neu und werden wie die Bildersuche getrennt erfasst, sie reichen nach Beobachtungen von SEO Südwest bis etwa zum 10. September zurück. Die Agentur Wingmen sieht bei einigen Kunden ein Verhältnis von etwa 0,05 Prozent zwischen multimodalen und textbasierten Suchen, bei Shops mit vielen Produktbildern 0,6 Prozent. Über die Schnittstelle der Search Console lassen sich die neuen Werte noch nicht abrufen.
Neu ist außerdem, dass Gemini an Links auf Websites Kennzeichen anhängt, sogenannte UTM-Parameter, an denen Analysewerkzeuge die Herkunft eines Besuchs erkennen (Search Engine Journal). John Mueller hat das auf Reddit bestätigt, dokumentiert hat Google es nicht. Besuche aus Gemini, die bisher oft als direkter Zugriff erschienen, lassen sich damit besser zuordnen. Die Unteranfragen, die Googles KI im Hintergrund selbst stellt, tauchen in der Search Console weiterhin nicht auf, wie Mueller in Barcelona sagte.
Ob Ihre Website für KI-Dienste lesbar ist und als Quelle taugt, lässt sich prüfen, ohne jeden Tag einzelne Antworten zu sammeln. Das gehört bei uns zu jeder Sichtbarkeits-Analyse. Melden Sie sich gerne bei uns!
Europa: Produktsuche ohne Gratis-Einträge
Bei der Produktsuche ist inzwischen klarer, wie weit der Umbau reicht, den wir in KW 38 gemeldet haben. Am 17. und 18. September hat Google im Europäischen Wirtschaftsraum die kostenlosen Produkteinträge und die Karussells „Beliebte Produkte“ fast vollständig aus der Suche genommen (PPC Land). Für Deutschland, Frankreich, Belgien, Schweden und die Niederlande misst Hugo Huijer vom Anbieter Productrise einen Rückgang um etwa 90 bis 100 Prozent, seine Methode hat er nicht veröffentlicht. Google hat bestätigt, dass die Änderung auf den Digital Markets Act zurückgeht, das EU-Gesetz über digitale Märkte. Bezahlte Shopping-Anzeigen bleiben, der Reiter „Shopping“ ist aus der Navigation verschwunden.
Philipp Götza von Wingmen rät Shops, den Verlust in der Search Console über den Filter für Händlereinträge zu prüfen und die Kategorieseiten zu stärken, weil dort jetzt mehr Besucher ankommen. Gleichzeitig beklagen mehr als 150 Unternehmen und Verbände in der Initiative for Neutral Search, dass Google seine bezahlte Shopping-Box und eigene Angebote weiter bevorzugt. Die EU-Kommission hat sich seit Ablauf der Umsetzungsfrist am 21. September öffentlich nicht geäußert. Für Shops in Deutschland werden damit Kategorieseiten mit guten Plätzen und eine Präsenz bei Vergleichsportalen wichtiger als der kostenlose Produktfeed allein.
Streit um Suchdaten
Gegen zwei weitere Auflagen wehrt sich Google vor Gericht. Ende September hat der Konzern beim Gericht der EU Klage gegen die Beschlüsse der Kommission vom Juli eingereicht (heise). Danach muss Google Android für fremde KI-Assistenten öffnen und anonymisierte Such-, Klick- und Rankingdaten mit konkurrierenden Suchmaschinen teilen. Laut Reuters hat Google zusätzlich einen Eilantrag gestellt, um die Pflicht zur Weitergabe der Suchdaten bis zum Urteil auszusetzen. Entschieden ist darüber noch nichts. Bis dahin gilt der Zeitplan, über dessen Anfang wir in KW 37 berichtet haben, mit Lizenzverträgen seit dem 17. September, Testdaten ab dem 16. November und dem regulären Austausch ab Januar 2027 (EU-Kommission).
In die andere Richtung fließt Geld, allerdings in kleinen Summen. Laut einem Bericht von The Information, zusammengefasst bei Search Engine Journal, bezahlt Google im Pilotprogramm aus KW 38 inzwischen rund 100 Websites für Inhalte, die Antworten in den KI-Übersichten und in Gemini prägen. Kleine Seiten erhielten teils weniger als 1.000 Dollar über mehrere Monate, ein früher Teilnehmer mehr als eine Million Dollar im Jahr. Bei mehreren kleinen und mittleren Anbietern entsprach die Zahlung weniger als 0,1 Prozent ihrer Werbeeinnahmen. Google hat die Zahlen nicht bestätigt.
Kurz notiert
- Agenten-Prüfung in PageSpeed Insights: Seit Lighthouse 13.5 prüft PageSpeed Insights, Googles Messwerkzeug für Websites, in der neuen Kategorie „Agentic Browsing“, ob eine Website KI-Agenten einen Katalog ihrer Dienste anbietet. In den Performance-Wert fließt das nicht ein, und die zugrunde liegende Spezifikation ist ein Entwurf, dessen Dateinamen Lighthouse noch nicht einheitlich prüft (GitHub). Handlungsbedarf für Betriebe sehen wir nicht.
- Bing testet „KI-Modus“: Bing benennt im Test den Reiter „Copilot“ in „KI-Modus“ um (Search Engine Roundtable), bei Redaktionsschluss war das auch in Deutschland zu sehen. Der Reiter führt weiter zur Copilot-Suche, Microsoft hat nichts angekündigt. Warum Bing für Betriebe zählt, steht in unserem Beitrag zur SEO-Strategie für Bing.
- Abholung im Merchant Center: Seit dem 30. September müssen Shops im Europäischen Wirtschaftsraum, in Großbritannien und in der Schweiz im Merchant Center, Googles Verwaltung für Produktdaten, Abholgebühren und Mindestbestellwerte für die Abholung im Laden hinterlegen, sonst können Produkte abgelehnt werden (Google).
- Weniger Menschen, mehr Agenten: Laut Cloudflare ist der menschliche Verkehr in stark gecrawlten Branchen wie Handel, Software und Finanzdienstleistungen in weniger als einem Jahr um bis zu 40 Prozent gesunken, die täglichen Anfragen von KI-Agenten sind um mehr als 1.700 Prozent gestiegen. Seit dem 30. September testet Cloudflare außerdem ein Modell, bei dem KI-Firmen Websites für die Nutzung ihrer Inhalte bezahlen.
- Label und Umweltaussagen: Seit dem 27. September gelten die Pflicht zum Gewährleistungs- und Garantielabel aus KW 36 und neue Regeln für Umweltaussagen. Pauschale Begriffe wie „umweltfreundlich“ oder „nachhaltig“ ohne anerkannten Nachweis, selbst gestaltete Siegel und „klimaneutral“ für Produkte auf Basis von Ausgleichszahlungen sind jetzt auch auf Websites abmahnbar (IHK Düsseldorf). Laut Händlerbund zeigen viele Marktplätze das Label nicht korrekt an, haften muss trotzdem der Händler. Abmahnungen sind bisher nicht bekannt geworden.
Unsere Einordnung zur Woche
In dieser Woche hat sich an mehreren Stellen gleichzeitig verschoben, wo Betriebe in der Suche erscheinen. Google ordnet die lokale Ergebnisseite neu und setzt KI-Übersichten über Firmennamen, ChatGPT tauscht seine Quellen binnen Tagen aus, und in Europa verschwinden die kostenlosen Produkteinträge.
Auffällig ist, wer dabei gewinnt. Unter „Weitere Websites“ zeigt Google die Domain des Betriebs, ohne eigene Website steht dort nur der Hinweis, dass keine gefunden wurde. ChatGPT zitiert mehr Produkt- und Unternehmensseiten, und Google beschreibt in seiner Dokumentation genauer, was einen guten Hauptinhalt ausmacht.
Die eigene Website ist in dieser Woche wieder der Ort geworden, an dem sich Sichtbarkeit entscheidet.
Übrigens
Falls Sie beim Lesen an Ihre eigene Website gedacht haben, ob sie in der neuen lokalen Ansicht auftaucht, ob KI-Dienste sie lesen und zitieren können oder ob automatisch erzeugte Texte darauf je geprüft wurden, finden wir das gern mit Ihnen heraus. Wo Ihre Website heute steht, zeigt Ihnen unsere kostenlose 24-Stunden-Sichtbarkeits-Analyse. Für alles andere schreiben Sie uns.