Die erste Woche ist geschafft und mit ihr auch die ersten Arbeiten an der Nischenseite. Da ich (zumindest versuche) nach Plan vorzugehen, habe ich mich etwas zügeln müssen, um diese Woche wirklich noch nicht zu viel zu machen. Bei dem Thema Nischenfindung bin ich immer relativ flott. Das heißt allerdings nicht, dass ich nicht ausreichend recherchiert und geprüft habe, sondern nur, dass ich mich recht schnell entschließen kann, ein Projekt durchzuführen oder sausen zu lassen. In diesem Report möchte ich genauer auf die Nischenfindung eingehen, ein paar Tipps geben und natürlich auch meine eigene Vorgehensweise vorstellen.

Die perfekte Nische … oder etwa nicht?

Viele Wege führen nach Rom. Genau dieses Zitat solltet ihr immer im Hinterkopf haben, wenn ihr euch mit der Findung einer geeigneten Nische befasst. Was ich damit sagen möchte: Es gibt viele Wege, um eine super Nische zu finden – und zwar eine super Nische für einen selbst. Der Schlüssel liegt darin, das für sich selbst perfekte Projekt zu finden, nicht das allgemein perfekte Projekt. Die „perfekte Nische“ gibt es nicht, ehrlich nicht … ich habe sie auch schon lange gesucht, viele andere haben sie lange gesucht und niemand hat sie wirklich gefunden. Was wir aber durchaus finden: Nischen, die für uns selbst perfekt sind! Und genau das sollte dein Ansporn sein.

Verschiedene Ansätze zum Finden einer Nische

Die besagten Wege, die nach Rom und auch zur Nische führen, können wie gesagt sehr verschieden ausfallen. Der eine geht sehr technisch an die Sache heran, der nächste lässt sich allein vom Bauchgefühl treiben. Ein anderer sieht im Baumarkt ein tolles Produkt, recherchiert und entscheidet sich – der nächste macht sich eine Mindmap und geht die verschiedenen Amazon-Produkt-Kategorien durch. Nachfolgend stelle ich einige der beliebtesten Möglichkeiten kurz ein wenig genauer vor.

1. Interesse

Hundebett NischenseitenDie wohl häufigste Nischenfindung geschieht aufgrund eines bestimmten Interesses. Das bedeutet, dass dir vielleicht schon ein ungefährer Themenbereich vorschwebt und du das Bedürfnis hast, in diesem Bereich eine Nischenseite zu erstellen. Du kannst z.B. Hundebesitzer sein und damit auch ein großes Interesse an Hunden oder Tieren im Allgemeinen haben. Es wäre daher eine Möglichkeit, eine Seite über ein bestimmtes Hunde-Thema zu kreieren. Eine Nischenseite über Hunde wäre zu allgemein, zu groß und auch schwer zu monetarisieren. Ein kleinerer Teilbereich lässt sich dagegen viel besser abdecken – er sollte aber immer noch Potenzial für Longtail-Keywords aufweisen. Möglichkeiten wären z.B.

  • Hundebetten (wobei hier die Konkurrenz recht stark ist)
  • Hundebälle (hier wäre für mich der Produktpreis zu niedrig)
  • Hundeklappe (hier hätte ich Sorge, dass Kunden eher Informationen suchen)

Wie man sieht: Möglichkeiten gibt es sehr viele, aber nicht alles ist meiner Meinung nach auch geeignet. Besser wären dagegen Sachen wie

  • Orthopädisches Hundebett
  • Hundetoilette
  • Hundebademantel

oder andere, eher speziellere, Themen. Wichtig ist, dass die Themen einerseits speziell, andererseits aber auch der Bedarf da sein muss (sowohl der Such- als auch der Produkt-Bedarf). Da du selbst Interesse am Thema hast, solltest du zumindest den Produkt-Bedarf gut einschätzen können.

2. Erfahrung

Bei der nächsten Variante geht es nicht um dein persönliches Interesse, sondern um deine Erfahrung. Vielleicht denkst du dir, dass das doch das Gleiche ist – ist es aber nicht. Klar, als Hundebesitzer hast du nicht nur Erfahrung mit Hunden, sondern in der Regel auch ein großes Interesse an den Tieren. Wenn du aber z.B. beruflich bedingt mit einem bestimmten Werkzeug zu tun hast, heißt das nicht zwangsweise, dass du auch selbst Interesse an handwerklichen Themen hast. Du kannst ja deine Arbeit machen, aber sie nicht zwangsweise lieben müssen. Erkennst du den Unterschied?

Aus diesem Grund könntest du dir selbst eine Liste an Themen und Gebieten machen, die dich vielleicht nicht unbedingt mega doll interessieren, in denen du aber zumindest sehr erfahren bist oder mal erfahren warst (und dieses Wissen wieder auffrischen könntest).

Wichtig: Sich eine Nische anhand der Erfahrung zu suchen, hat leider einen großen Nachteil. Die Motivation könnte zwischendurch auf der Strecke bleiben, wenn kein eigenes Interesse gegeben ist und du beispielsweise die Texte nur schreibst, weil du über das Thema Bescheid weißt – nicht aber, weil es dir wirklich Spaß macht. Wenn du diszipliniert bist, dann kannst du es trotzdem schaffen. Wenn du aber weißt, dass du vielleicht Motivationsprobleme kriegen könntest, dann solltest du dein Interesse definitiv höher als die Erfahrung gewichten.

3. Zufall

Bei der dritten Variante musst du dich im Endeffekt überhaupt nicht vorbereiten oder dir irgendetwas überlegen. Diese Nischen-Ideen sind natürlich daher auch am einfachsten, lassen sich aber auch nicht auf Knopfdruck provozieren. Du kannst dich nicht hinsetzen und dir überlegen „So, jetzt hätte ich gerne einen Einfall“. Stattdessen solltest du mit offenen Augen durch die Welt (und durch jeden Shop) laufen (und surfen) und dabei immer im Hinterkopf haben, dass jedes einzelne Produkt, was du siehst, eine potenzielle Nischen-Idee sein könnte.

Natürlich wäre es übertrieben, ALLES aufzuschreiben, was du siehst. Stattdessen solltest du dir Notizen über Themenbereiche machen, die dir vielleicht neu sind, aber die dich interessieren. Schreibe dir auch Produktnamen (Kategorien, Arten) auf, die du vielleicht noch nicht kanntest, aber die eventuell ein entsprechendes Suchvolumen haben könnten. Das prüfst du allerdings erst später.

4. Trends

Trends NischenseitenFalls dir anhand deiner Interessen oder Erfahrungen oder in Shops und Co. keine Ideen gekommen sind, kannst du dich auch anhand aktueller Trends orientieren. Das hat einige Vorteile, aber auch Nachteile.

Vorteile:

  • dein Thema ist brandaktuell
  • das Interesse an diesem Thema ist groß
  • sehr wahrscheinlich wird das Interesse sogar noch weiter steigen (und damit auch das Suchvolumen)
  • du findest bei trendigen Themen meistens eine große Vielfalt an Informationen
  • trendige und neue Produkte oder Produktarten lassen sich meistens gut vermarkten

Nachteile:

  • gerade trendige Themen sind oft sehr überlaufen
  • aufgrund der Tatsache, dass das Angebot so überlaufen ist, müssen deine Informationen noch besser, noch eindrucksvoller sein, um sich von der Masse abzuheben
  • je nach Produktsparte kann es sein, dass es (anstatt sehr viele Vermarktungsmöglichkeiten) keine oder wenige Möglichkeiten gibt, Geld mit dem noch neuen Produkt zu verdienen (weil es vielleicht noch gar nicht auf dem Markt ist oder kein Partnerprogramm existiert)

Um sich über aktuelle Google-Trends zu informieren, stellt der Suchmaschinen-Riese auf https://trends.google.de/trends/ ein eigenes Portal zur Verfügung. Hier gibst du deinen Begriff ein und kannst dich darüber informieren, ob das Interesse groß ist, gerade fällt oder das Thema gerade erst im Kommen ist. Du erhältst auf dieser Seite natürlich auch einen umfassenden Einblick über derzeit angesagte Begriffe, Jahresrückblicke und vieles mehr. Stöbere doch einfach ein wenig.

5. Monetarisierung

Anstatt über Ideen nachzudenken, kannst du das Pferd auch ganz einfach von hinten aufzäumen. Das bedeutet, dass du nicht zwangsweise mit einer Idee beginnen kannst, sondern auch mit dem Thema Monetarisierung. Dabei gibt es verschiedene Wege, die ich allesamt schon ausprobiert habe.

  • Partnerprogramme: Auf der Seite https://www.100partnerprogramme.de findest du eine tolle Auflistung über verfügbare Partnerprogramme zu jedem erdenklichen Thema. Schau dich dort in den Kategorien um, die dich vielleicht schon interessieren. Du hast zwar einen groben Bereich, aber noch kein konkretes Thema ins Auge gefasst. Sich nun das teuerste Produkt herauszusuchen, für das es die besten Provisionen gibt, klingt zwar schön, ist aber in der Realität eher aussichtslos (wenn du nicht mit einem sehr großen Budget und Zeitaufwand starten möchtest). Verschaffe dir erst einmal einen Überblick über die vielen Möglichkeiten, um Geld mit Partnerprogrammen zu verdienen. Es gibt nicht nur Partnerprogramme, bei denen du beispielsweise pro Kauf eine bestimmte Summe verdienst, sondern auch für Anmeldungen, Anfragen oder prozentuale Angebote kommen infrage. Auch Lifetime-Angebote können spannend sein. Achte bei der Suche nach einer geeigneten Nische nur immer darauf, dass das Partnerprogramm nicht zu „nischig“ ist, also dennoch groß genug, sodass Kunden Vertrauen haben und dort auch bestellen. Außerdem sollte die Cookie-Laufzeit möglichst lang sein und wenn du AdWords-Werbung schalten möchtest (was bei normalen Nischenseiten aber nicht nötig ist), muss auch SEA erlaubt sein.
  • Preise: Da die meisten Nischenseiten-Betreiber Amazon als Partnerprogramm gewählt haben, kommt die zweite Variante für sie eher infrage. Hier stöberst du in den verschiedenen Kategorien, Bestseller-Listen und weiteren Übersichten von Amazon, um herauszufinden, welche Kategorien und Produkte dich ansprechen. Gleichzeitig hast du direkt die Preise vor Augen und kannst zu preiswerte Nischen aussortieren. Das hättest du umgekehrt später wahrscheinlich sowieso getan, daher kannst du den Weg auch schlichtweg umgekehrt gehen. Das ist sicher nicht gerade konventionell und vielleicht auch nicht die beste Methode, kann aber – gerade, wenn du kein Einsteiger mehr bist – durchaus Sinn machen, um einige Schritte zu überspringen.

Ich bin ganz ehrlich: Diese beiden Wege sind nicht unbedingt für Einsteiger geeignet, da ich persönlich der Meinung bin, dass hier das eigene Interesse eine viel größere Rolle spielen sollte, um auch nachhaltig am Ball zu bleiben. Wenn dir die Nischenseiten und deren Erstellung aber irgendwann in Fleisch und Blut übergegangen sind und du schon einige deiner „Babys“ hast, dann kannst du die Nischensuche durchaus auch einmal „andersherum“ angehen.

6. Domain

Die sechste und letzte Möglichkeit, Nischen zu finden, nutze ich persönlich derzeit am häufigsten. Hierfür sehe ich mich nach Domains um, die aktuelle ausgelaufen sind – also vom Webseiten-Betreiber nicht mehr verlängert und gekündigt wurden. Diese Domains werden wieder auf den freien Markt zurückgeworfen, sie werden also frei und in der Regel kriegt es niemand mit. Außer, man wirft einen Blick auf entsprechende Portale und behält die dortigen, neu eingetroffenen Domains im Auge.

Ich nutze für diese Art der Nischensuche am liebsten https://www.peew.de/, es gibt aber verschiedene Webseiten, die den gleichen Dienst anbieten. Die Registrierung und auch die Nutzung des Portals ist kostenlos. Auf den ersten Blick könnten dich die vielen Domains erschlagen, doch wenn du erst einmal weißt, wie du die Portale zu nutzen hast, reichen einige Minuten pro Tag aus, um die jeweils neuesten Domains zu durchsuchen. Es ist sinnvoll, sich vorab einen Filter anzulegen und damit zu definieren, welche Art von URL du suchst. Ich bin beispielsweise ein Fan von folgenden Endungen:

  • DE
  • NET
  • COM
  • ORG

Natürlich gibt es viel viel mehr Endungen und Möglichkeiten und ich kenne viele gute Beispiele, bei denen eine Projektierung auch mit anderen Endungen sehr gut gelaufen ist. Dennoch hat jeder Webseiten-Betreiber so seine „Lieblings-Endungen“. Ich kenne z.B. auch einige Nischenseiten-Betreiber, die eine .org-Domain nicht einmal anfassen würden. Ich wiederum mag .eu-Domains nicht. Welche Domain schlussendlich besser oder schlechter rankt, möchte ich hier gar nicht beurteilen, denn schlussendlich rät jeder nur und erzählt von seinen eigenen Erfahrungen. Und ich denke, darauf kommt es auch an – macht eure eigenen Erfahrungen und findet eure persönlichen Lieblings-Endungen.

Ich habe den Filter bei PEEW außerdem so eingegrenzt, dass ich 1x morgens nach DE-Domains, am Nachmittag nach ORG-Domains und am Abend nach neuen COM- und NET-Domains schauen kann. Dabei ist jede dieser einzelnen Suchen so eingestellt, dass keine Zahlen (aber auch das ist Geschmacksache) und keine nachfolgenden Bindestriche enthalten sind. Es ist außerdem ein Haken bei „Neu in den letzten 24 Stunden“ gesetzt, damit mir nur die ganz neuen Domains angezeigt werden und keine Domains, die ich gestern schon gesehen habe. Ein Haken bei „nur freie Domains“ stellt sicher, dass sie auch noch verfügbar ist. Es gibt noch zahlreiche weitere Filter-Möglichkeiten, daher muss auch hier jeder selbst herausfinden, welche Art von Domain ihm schlussendlich vorschwebt.

Wenn die Filter erst einmal stehen, kannst du dich auf die Suche machen und die Listen durchforsten. Die Sortier-Optionen machen es möglich, die Domains beispielsweise nach DE-Suchvolumen, nach der Anzahl an Backlinks oder weiteren Kriterien zu sortieren. Das ist sinnvoll, denn bei der Menge an Domains hättest du keine Zeit, um wirklich jede potenzielle Domain auf Herz und Nieren zu prüfen. Versuche daher deinen Filter so eng wie möglich zu halten und immer wieder zu aktualisieren, damit dir nur die Domains angezeigt werden, die zu dir bzw. deinen Vorstellungen passen.

Kleiner Tipp: Wenn du schon einen ungefähren Bereich vor Augen hast, aber noch kein genaues Thema oder Produkt definiert hast, kannst du den Filter auch mit einem Wort belegen. Das bedeutet, dass du beispielsweise eine Suche dafür anlegst, dass dir neue Domains mit bestimmten Endungen angezeigt werden, die z.B. das Wort „Hund“ enthalten. Wenn nun also eine Domain frei wird, die dieses Wort enthält und noch zu deinen weiteren Kriterien passt, wird sie dir in deiner Suche angezeigt.

Ganz wichtig: Alte Domains genau prüfen

Bei der sechsten Methode, bei der du nicht erst das Thema suchst, sondern zuerst eine Domain, gibt es ein gewisses Risiko, dass es sich nicht um eine gute Domain handelt. Du wirst schnell feststellen, dass extrem viel „Müll“ gelöscht wird und daher deine Filter auch immer enger setzen, um diesen Müll gar nicht erst durchsehen zu müssen. Dennoch siehst du dich bei dieser Methode Tag für Tag unzähligen Domains gegenüber, die vielleicht auf den ersten Blick toll aussehen, es aber eventuell überhaupt nicht sind.

Es ist daher ganz wichtig, dass du nicht einfach eine gut klingende Domain registrierst, die gerade frei geworden ist, sondern dich erst versicherst, dass es sich um eine gute Domain handelt. Wie das funktioniert, würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Wie du eine Domain analysierst, wird in zahlreichen Artikeln im Internet erklärt. Suche einfach nach „Expired Domain Anleitung“. Ich habe dir hier und hier ein paar gute Beispiele herausgesucht.

Nischenidee überprüfen – so gehe ich vor

Testbericht NischenseiteDu hast nun eine Idee gefunden oder viele verschiedene Möglichkeiten auf deinem Zettel? Dann nichts wie los, es geht nun um die Analyse deiner Idee. Ich persönlich sammle am liebsten viele Ideen und erstelle anschließend eine Tabelle mittels Google Tabellen. Hier lassen sich die Werte problemlos übertragen, sind im Internet abrufbar und lassen sich sortieren und mit bedingter Formatierung auch farblich anordnen. Wenn ich also nicht erst eine Domain und dann ein Thema finde, dann gehe ich wie folgt vor:

  1. Ideen in Google Tabellen untereinander als einzelne Wörter auflisten – ein Wort pro Idee.
  2. Alle Begriffe kopieren und in ein Keyword-Tool kopieren (es gibt unzählige Möglichkeiten – ich nutze immer noch den Google Keyword Planer, da mir die ungefähre Suchvolumen-Angabe erst einmal für die erste Analyse ausreicht).
  3. Die Ergebnisse aus dem Keyword-Planer (oder einem Tool) speichern und in Google Tabellen übertragen.
  4. Alle unnötigen Spalten löschen, sodass du nur noch eine Spalte für den Begriff, das Suchvolumen und die AdWords-Preise zur Verfügung hast.
  5. Markiere dir den gesamten Text und sortiere die Tabelle nun nach Suchvolumen (höchstes Suchvolumen oben).
  6. Nun löscht du alle Begriffe, die weniger als 500 Suchvolumen haben (das ist für mich persönlich der minimalste Einstieg für Mikro-Nischen).
  7. An dieser Stelle arbeite ich bereits mit Farben und erstelle bedingte Formatierungen für die verschiedenen Suchvolumen-Bereiche – so kann ich auf einen Blick erfassen, welche Nischen-Ideen ein starkes Suchvolumen haben (Dunkelgrün), welche gut, aber nicht perfekt sind (normales Grün), welche mittelmäßig sind (Gelb) und welche eher schlecht sind (Rot).
  8. Nun kommt die AdWords-Spalte an die Reihe – auch diese solltest du sortieren und danach alles rausschmeißen, was auf 0 steht. 0 bedeutet in dem Fall, dass – auf gut Deutsch gesagt – niemand für diesen Begriff werben möchte. Das kann natürlich verschiedene Gründe haben und nicht immer bedeutet das zwangsweise, dass es sich um eine schlechte Nische handelt – vielmehr ist das ein Hinweis darauf, dass es sein kann, dass sich hier kein oder kaum Geld verdienen lässt. Wichtig: Das ist nicht immer so und keine allgemein-gültige Angabe, aber in den allermeisten Fällen zumindest ein Hinweis.
  9. Die restlichen AdWords-Preise bearbeite ich mit bedingter Formatierung ebenfalls in Farb-Bereiche, sodass auch diese zweite Spalte sofort zu erfassen ist (außerdem habe ich nun schon zwei Zeilen, die beispielsweise beide Dunkelgrün sein können und damit in diesen beiden Kriterien bereits „sehr gut“.

Das sind meine ersten Standard-Schritte. Aus diesem Grund arbeite ich gerne mit langen Listen und vielen Ideen, da es sich dann gleich doppelt und dreifach lohnt, diese Arbeit zu machen. Natürlich ist es auch möglich, die Schritte einfach einzeln pro Nische zu durchlaufen und immer dann nachzuschauen (Suchvolumen und AdWords und alles, was gleich noch kommt), wenn die Nischen-Idee aufkommt.

Weiter geht es für mich nun wie folgt:

  1. Ich füge nun eine weitere Spalte hinzu und schreibe „Interesse“ drüber. Diese Spalte widmet sich nur meiner persönlichen Einstellung zur Nische. Spricht mich das Thema an und brenne ich quasi dafür? Dann gibt es eine 1, mittelmäßig eine 2 und eher überhaupt nicht eine 3. Damit stufe ich ab, wie sehr ich an einem Thema interessiert bin, was dann meiner Meinung nach auch dazu führt, dass man mit mehr Begeisterung und Langzeitmotivation ans Werk geht. Wenn ich das nun ebenfalls mit bedingter Formatierung in Grün, Gelb und Rot aufgesplittet habe, dann sehe ich, welche Nischen-Idee jetzt vielleicht schon 3x Grün bekommen hat.
  2. In einer weiteren Spalte nehme ich erneut eine 1, 2 und 3 Abstufung vor, allerdings geht es hier um die Frage, wie groß ich die Nische einschätzen würde. Eine 1 gibt es für die Nischen, die meiner Meinung nach auf den ersten Blick so groß sind, dass man viel darüber schreiben kann und genügend Keywords finden wird (ist natürlich mehr ein Bauchgefühl, ehe man nicht recherchiert hat). Diese Spalte nennt sich „Content“ und sagt aus, wie umfangreich eine Nische werden kann. Wenn es sich beispielsweise um die Nische Hunde geht, ist das zwar Grün und 1, aber auch Hundekissen ist Grün und 1, weil das ebenfalls beides noch sehr viele Themen möglich macht. Wenn es dabei aber beispielsweise um Quirle für ein Handrührgerät geht, dann stimmst du mir sicher zu, dass diese Nische etwas zu klein ist und eher eine 3 und Rot verdient hat. Das Handrührgerät hat dagegen durchaus ein Grün oder Gelb verdient, weil damit ja auch viele viele Haushaltsgeräte in Verbindung stehen (wobei ich es eher Gelb zuordnen würde, da man ja nicht pauschal wegen eines Handrührgerätes alles über Haushaltsgeräte auftischen sollte).

Du hast nun zwei weitere Spalten, in denen es um deine subjektive Meinung geht. Du kannst diese Spalten natürlich weglassen und stattdessen mit den technischen Daten weitermachen, aber ich persönlich nutze die zwei Spalten, damit meine (meistens viel zu lange Liste) noch etwas kürzer wird und die nachfolgenden Schritte nicht so lange dauern.

  1. Ich füge eine weitere Spalte hinzu, in der es um die Amazon-Preise geht (zumindest, wenn es sich um ein Amazon-Produkt handelt). Ich suche das Produkt bei Amazon und addiere die Preise der Top-3-Bestseller und rechne sie anschließend durch 3. Das ergibt den Querschnitt bzw. mittleren Preis für diese Nische – zumindest sehr, sehr grob. Es gibt mir jedenfalls einen ersten Einblick darüber, ob es sich um eine hochpreisige, niedrigpreisige oder mittelpreisige Nische handelt (1, 2, 3 – Grün, Gelb, Rot).
  2. Am besten ist es, zuerst die niedrigpreisigen Amazon-Produkte rauszulöschen bzw. zumindest erst mal zu verschieben, denn wenn ein Produkt 5 Euro bei Amazon kostet und du eine Provision von 1 % oder 3 % bekommst, dann wären es pro Verkauf sagenhafte 5 oder 15 Cent. Hier auf einen Verdienst von 100 Euro pro Monat zu gelangen, würde bedeuten, dass du mal eben 666 Produkte (im Bestfall) verkaufen müsstest, also pro Tag ca. 22 Bestellungen. Das ist natürlich möglich, aber gerade für den Anfang schon eine Menge, daher bist du mit einem mittelpreisigen Produkt deutlich besser aufgehoben. Hochpreisige Produkte klingen natürlich noch besser, aber hier ist dann meistens die Konkurrenz viel zu hoch und gerade als Einsteiger müsstest du sehr, sehr viel Inhalt bieten (und nicht nur viel, sondern auch genial), um mithalten zu können. Bevor du also Fernseher und Kühlschränke verkaufen möchtest, probiere es erst einmal mit einem Rührgerät oder einer vergleichbaren Nische im mittleren Preisbereich. Hier genaue Angaben zu machen ist natürlich nicht ganz einfach, zumal ich auch überhaupt nichts vorgeben möchte. Ich persönlich bevorzuge Nischen ab ca. 20 Euro aufwärts bis maximal 200 Euro. Am liebsten sind mir Produkte um die 50-100 Euro.
  3. Die nächste und letzte Spalte widmet sich der Konkurrenz bei Google. Du hast nun hoffentlich schon eine recht kurze Liste, sodass deine Arbeit sich auf einige Nischen konzentrieren kann. Schau dir die ersten zwei Seiten bei Google an, wenn du dein Haupt-Keyword eingibst. Was siehst du? Nischenseite, die vielleicht in der URL das Produkt enthält, auf der ersten Seite? Das kann ein gutes Zeichen sein, denn es heißt, dass es schon jemand geschafft hat. Wenn diese Seite oder mehrere Seiten aber sehr weit oben sind, dann dürfte es für dich recht schwierig werden. Sind auf der ersten Seite nur große Shops oder Vergleichsportale zu finden, aber auf der zweiten Seite findet sich eine konkrete Nischenseite, dann hast du meiner Erfahrung nach die besten Karten. Es gibt genügend Shops, die das Produkt verkaufen, das Interesse ist groß, es gibt Konkurrenz, aber noch niemand hat es auf die erste, aber immerhin schon auf die zweite Seite geschafft – deine Chance, es besser zu machen. Schlecht ist es dagegen, wenn du nur Shops siehst, aber überhaupt keine Nischenseite findest – dann stehen die Chancen nicht so gut, dass du derjenige sein wirst, der diesen Zustand ändert. Wenn deine Nische aber ausreichend groß ist, dann kannst du den Weg über Longtail-Keywords einschlagen und musst nicht zwangsweise auf das Haupt-Keyword setzen. Aus diesem Grund schaust du dir auch die Konkurrenz der wichtigen Neben-Keywords an. Klicke auch auf die Nischenseiten und Konkurrenten, schaue dir die Texte an und lasse alles auf dich wirken. Bist du eingeschüchtert? Oder hast du das Gefühl, das kriegst du besser hin? Die Konkurrenz-Wertung bzw. Analyse könnte jetzt den Rahmen sprengen, daher rate ich dir lediglich, auf dein Bauchgefühl zu hören und nicht zu tief, aber auch auf keinen Fall zu hoch zu stapeln.

Sich entscheiden … der schwerste Teil

Das wohl Schwierigste an der Nischen-Suche ist natürlich die Entscheidung. Du kannst noch so viel analysieren, recherchieren und überlegen … am Ende musst du eine Entscheidung treffen. Und entweder ist sie richtig oder sie ist falsch bzw. entweder klappt es oder es klappt nicht. Sieh es positiv. Wenn es nicht klappt, hast du etwas gelernt. Wenn es klappt, hast du auch etwas gelernt und verdienst auch was dabei. Du kannst also nicht verlieren, du kannst nur lernen.

Halte dich daher ausreichend lange mit der Recherche auf, aber mach dir die finale Entscheidung nicht so schwierig. Wenn du ganz am Ende 3 Nischen hast, die allesamt super sind (Grün, Grün und jede Menge Grün), dann geh nach deinem persönlichen Interesse. Das gibt ganz am Ende den Ausschluss darüber, ob du Bock auf ein Thema hast oder nicht.

Meine Nische für die Nischenseiten-Challenge 2018

Nischenidee NischenchallengeIch habe mich für die Nischenseiten-Challenge für die Domain-Variante entschieden und über PEEW eine geeignete Nische gefunden. Dabei ließ ich mich vollkommen treiben, hatte aber natürlich im Hinterkopf, dass mich die Nische thematisch ansprechen muss. Ich habe früher schon Domains über Satellitenschüsseln, HD-Receiver und allerlei anderen Sachen registriert und war Feuer und Flamme, weil die Domains so toll waren. Keines dieser Projekte wurde überhaupt projektiert, da ich mich am Ende immer für eine andere Domain entschieden habe, die ich vorgezogen habe … und warum? Weil ich keinen Bezug zur Technik hatte, darauf schlichtweg keine Lust hatte. Und wenn man keine Lust hat, findet man auch Gründe, warum man sich nicht damit beschäftigt oder gar nicht erst anfängt.

Ich will nicht sagen, dass man für das Thema brennen muss – das muss nicht zwangsweise sein. Aber Interesse solltest du haben und neugierig ebenfalls sein. Es darf dich nicht schon beim Gedanken an den ersten Text nerven und wenn du gleichzeitig noch persönliche Erfahrung mitbringst, dann ist es perfekt. Meine Nische war reiner Zufall. Ich habe die URL bei PEEW gesehen, wusste sofort, dass mich das Thema persönlich anspricht, mich sogar persönlich betrifft, weil es sich auf eines meiner „häufigen Probleme“ bezieht und ich weiß auch, dass es Millionen Menschen ebenso geht. Ich weiß, dass die Produkte im mittleren Preisbereich (ca. 45 Euro) liegen, dass es Produkte mit vielen guten Bewertungen gibt und dass die Konkurrenz „machbar“ ist. Das Suchvolumen liegt bei 9.900 und auch Longtails gibt es ausreichend.

Ich habe mich quasi auf Anhieb in die Nische verliebt, wusste, dass ich dranbleiben werde und bei der technischen Analyse stellte sich heraus, dass auch hier nichts dagegenspricht. Diese Analyse ist natürlich wichtig, denn gerade interessante Themen, für die man brennt oder die einen neugierig machen, können auch mal ein Flop sein. Du solltest beispielsweise nicht um Teufel komm raus eine Nische umsetzen wollen, die sich schlussendlich nicht monetarisieren lässt. Auch macht eine Nische keinen Sinn, die zwar teure Produkte enthält, aber bei der überhaupt kein Suchvolumen vorhanden ist. Die Mischung muss passen.

Ausblick auf die nächste Woche

In der neuen Woche werde ich das WordPress-System aufsetzen und gleichzeitig auch schon die Inhalte planen. Da das Aufsetzen bei mir nicht viel Zeit in Anspruch nimmt, bemühe ich mich lieber, einen umfassenden Content-Plan aufzustellen (Berufskrankheit). Ich fasse die nächsten zwei Wochen daher thematisch ein wenig zusammen und werde mich in den kommenden 3 Wochen um das CMS, die Inhaltsplanung sowie die weiteren Texte kümmern.

Wie lief eure erste Woche? Wie seid ihr bei der Nischen-Suche vorgegangen und konntet ihr euch bereits entscheiden? Ich freue mich auf eure Kommentare!

Zeiterfassung: 45 Minuten

– Woche 1: Nischen-Findung (ca. 45 Minuten)

Kosten: 0 Euro